Krebstherapie: Weltweit einmalige Gantry im Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum HIT Riesige Strahlenkanone beschießt Krebs - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Krebstherapie: Weltweit einmalige Gantry im Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum HIT

Riesige Strahlenkanone beschießt Krebs

Die Gantry des HIT ist eine gigantische Konstruktion aus Stahl: 670 Tonnen schwer, 25 Meter lang, 13 Meter im Durchmesser und drei Stockwerke hoch Bild: Universitätsklinikum Heidelberg
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Das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum HIT nimmt sein weltweit einmaliges drehbares Strahlentherapiegerät in Betrieb: Mit ihm können Tumore sehr präzise und effektiv aus jeder Richtung mit Schwerionen oder Protonen bestrahlt werden.

Die Gantry im HIT am Universitätsklinikum Heidelberg ist eine gigantische Stahlkonstruktion von 25 m Länge, 13 m Durchmesser und 670 t Gewicht. Das Strahlentherapiegerät arbeitet sehr präzise: Der Strahl erreicht den Patienten mit bis zu drei Vierteln der Lichtgeschwindigkeit, kann bis zu 30 cm ins Gewebe eindringen und weicht dennoch höchstens 1 mm vom Ziel ab. „In der konventionellen Strahlentherapie mit Photonen sind bewegliche Bestrahlungsquellen schon seit Jahrzehnten sehr erfolgreich im klinischen Einsatz“, berichtete Professor Dr. Thomas Haberer, Wissenschaftlich-technischer Direktor des HIT. Protonen-Gantrys werden auch international genutzt, insbesondere in den USA. Für Schwerionen würden mit der Heidelberger Gantry nun weltweit erstmalig Erfahrungen gesammelt.

Das HIT ist somit die erste kombinierte Therapieanlage Europas, an der Patienten sowohl mit Protonen als auch mit Schwerionen (Kohlenstoff-, Helium-, Sauerstoff-Ionen) bestrahlt werden können. So sind vergleichende klinische Studien möglich. „Für Tumorerkrankungen, bei denen die herkömmliche Therapie nicht erfolgreich ist, wird in den nächsten Jahren in klinischen Studien untersucht, ob eine Protonen- oder Schwerionen-Bestrahlung bessere Behandlungsergebnisse bringt“, erklärte Professor Dr. Dr. Jürgen Debus, Ärztlicher Direktor der Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie und des HIT. So solle geklärt werden, welche Schwerionen bei den einzelnen Tumorerkrankungen therapeutisch am wirksamsten sind.
Für einige seltene, schwer zu behandelnde Tumorerkrankungen ist die Kohlenstoff-Bestrahlung bereits die Therapie der Wahl; diese Patienten kommen aus ganz Deutschland und dem Ausland zur Behandlung ins HIT. „Von der Ionentherapie im HIT können voraussichtlich rund 15 Prozent der Krebspatienten profitieren, bei denen das Tumorwachstum mit herkömmlicher Therapie nicht gestoppt werden kann“, so Professor Debus.
Weitere Informationen: www.heidelberg-hit.de
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