Wundbehandlung: Erster deutscher Plasma-Pen zugelassen

Plasma hilft heilen

Der Plasma-Pen in Größe eines Füllfederhalters Bild: kinpen MED / INP Greifswald
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Die Plasmamedizin zieht in Deutschland in den klinischen Alltag ein. Der erste deutsche Plasma-Pen zur Behandlung von infektiösen Hauterkrankungen und zur Verbesserung der Wundheilung ist als Medizinprodukt zugelassen.

Der sogenannte „kinpen MED“ ist ein Plasma-Pen in Größe eines Füllfederhalters. Entwickelt wurde er von Greifswalder Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP Greifswald) in Zusammenarbeit mit der Charité Berlin und dem Universitätsklinikum Greifswald. Der Plasma-Pen wird direkt an eine Plasma-Energiequelle angeschlossen und ist einfach zu handhaben: Der Arzt kann ihn ähnlich wie einen Laser einsetzen.

Prof. Jürgen Lademann, Dermatologe und Forscher an der Berliner Charité, die die klinische Zulassungsstudie durchführte, würdigte die ersten erfolgreichen medizinischen Tests mit dem Plasma-Pen. Die Ergebnisse zeigten die „großen Perspektiven der neuen Technik“, die über die Wundheilung hinausreichten. Lademann stellte heraus, dass es für einen internationalen Erfolg mit der Plasmamedizin notwendig sei, deutschlandweit die verschiedenen Erfahrungen und Entwicklungen zu bündeln. Deshalb ist Anfang Juni in Berlin das Nationale Zentrum für Plasmamedizin gegründet worden.
Die Wissenschaftler des Greifswalder INP, der europaweit größten außeruniversitären Forschungseinrichtung zu Niedertemperaturplasmen, hatten mit ihrer Grundlagenforschung in der Vergangenheit den Beweis erbracht, dass kalte Plasmen Krankheitserreger abtöten und dabei gleichzeitig die Vitalität von Zellen und Gewebe positiv beeinflussen. Die Wundheilung wird somit beschleunigt. Angesichts von vier Millionen Menschen, die jährlich mit chronischen Wunden in Deutschland behandelt werden, gebe es große Einsatzmöglichkeiten für physikalische Plasmen.
Weitere Informationen: www.inp-greifswald.de
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