Fußwippe Thrombosevorsorge mit Spaßfaktor - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Fußwippe

Thrombosevorsorge mit Spaßfaktor

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Fußwippe mit Spaßfaktor: Daniel Steffen hat das Computerspiel Jumpball entwickelt Bild: Thomas Koziel/TUK
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Exergames | Thrombosevorsorge muss nicht langweilig sein: Dass sie auch Spaß machen kann, zeigt ein Computerspiel, das mit den Füßen gesteuert wird.

Mit gezielten Übungen für Beine und Füße lässt sich einer Thrombose vorbeugen. Wie man dabei die Motivation erhöhen kann, haben Forscher der Arbeitsgruppe Wear Health an der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) untersucht. Sie entwickelten dazu ein Computerspiel, das über Bewegungen der Füße gesteuert wird.

Bei Jumpball springt ein Wasserball über Baumstämme, auf denen sich verschiedene Gegenstände wie Diamanten, Münzen, Sterne oder Monster befinden. Hüpft der Ball darauf, erhält der Spieler Bonuspunkte. Landet der Ball auf einem Monster, werden ihm Punkte abgezogen. Die Spieler müssen das Spiel mit den Füßen steuern und führen so gleichzeitig die Fußwippe oder Muskel-Venen-Pumpe aus.

Viel Technik ist nicht notwendig. Neben Smartphone oder Tablet gibt es zwei kleine drahtlose Sensoren, die mit Klettbändern auf den Füßen befestigt werden und die Bewegungen erfassen. So springt ein Wasserball etwa mit dem linken Fuß einen Baumstamm weiter, mit dem rechten bis zum übernächsten Stamm. Fachleute sprechen von sogenannten Exergames.

In einer ersten Studie mit 40 Probanden hat Daniel Steffen, Wissenschaftler in der Nachwuchsgruppe Wear Health, überprüft, wie gut das Spiel die Motivation fördert und wie oft und wie lange die Teilnehmer die Übungen machen. Auch ging es darum, die Gebrauchstauglichkeit zu testen. Dazu wurden die Probanden in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe spielte Jumpball, die Kontrollgruppe verwendete eine Spiel-Variante mit reiner Zählfunktion. Die Jumpball-Gruppe führte die Übungen deutlich länger und mit mehr Wiederholungen durch.

Das Spiel richtet sich vor allem an ältere Menschen. In Langzeitstudien wollen die Forscher nun untersuchen, wie diese mit der Technik zurechtkommen und inwieweit diese spielerischen Ansätze für weitere Bewegungsübungen im Reha-Bereich genutzt werden können.

www.uni-kl.de

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