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Deutscher Preis für Technik für MRT-Videos vom schlagenden Herzen

Magnetresonanztomographie (MRT)
Deutscher Preis für Technik für MRT-Videos vom schlagenden Herzen

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Dass Untersuchungen im MRT heute vergleichsweise schnell vonstattengehen, ist Jens Frahm und seinem Team zu verdanken (Foto: Frank Vinken / Max-Planck-Gesellschaft)
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Jetzt wird die Magnetresonanztomographie (MRT) noch schneller und kann sogar Videos vom schlagenden Herzen aufnehmen. Der Physiker Jens Frahm hat die MRT-Technik revolutioniert und erhält dafür den Werner-von-Siemens-Ring, den wichtigsten deutschen Preis für Technik.

Die Zahl ist gigantisch: Jährlich werden weltweit im Rahmen der medizinischen Diagnostik etwa 100 Millionen Untersuchungen mit der so genannten Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt – und jeder einzelne Tomograph weltweit nutzt die Technik, die der Physiker Jens Frahm aus Göttingen mit seiner Arbeitsgruppe entwickelt hat. Der Professor, der die Forschungsgruppe Biomedizinische NMR am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie leitet, machte die Technik erst klinikreif. Denn in den Anfangstagen der MRT in den 1980er-Jahren dauerte eine einzige MRT-Schichtaufnahme noch Minuten. Frahms so genannte Flash-Technologie machte Sekunden daraus – eine 100-fache Beschleunigung. Erst sie ermöglichte den Siegeszug der MRT.

Videoaufnahmen per MRT

Frahms neueste Entwicklung, Flash 2, macht sie noch einmal schneller. Flash2, die Echtzeit-MRT, beruht auf einem neuen mathematischen Verfahren für die Bildrekonstruktion, das eine Berechnung aus nur noch sehr wenigen Einzelmessungen ermöglicht, die entsprechend weniger Messzeit benötigen. Damit sind Filmaufnahmen des atmenden Brustkorbs möglich, des schlagenden Herzens auf der Suche nach Herzrhythmusstörungen, von Gelenken bei der Arbeit oder komplexen Abläufe wie Sprechen oder Schlucken – mit 30, 50 oder gar 100 Bildern pro Sekunde. Die neue Technik könnte in Zukunft auch genutzt werden, um minimal-invasive Eingriffe zu begleiten, die bisher unter Röntgenkontrolle durchgeführt werden. Die Echtzeit-MRT wird derzeit an der Universitätsmedizin Göttingen und mehreren anderen Universitäten in Deutschland, Großbritannien und den USA für den routinemäßigen Einsatz am Patienten getestet.

Wichtigster deutscher Preis für Technik

Für seine Leistungen erhält Jens Frahm den Werner-von-Siemens-Ring, den wichtigsten deutschen Technikpreis. Seit 1916 zeichnet die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring alle zwei bis drei Jahre Menschen aus, die die Technikgeschichte entscheidend mitgeprägt haben. Der Preis wird in Form eines jeweils individuell gefertigten Ringes übergeben.

Kontakt:
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie
Am Faßberg 11
37077 Göttingen
Telefon: +49 (0)551 201–0
www.mpibpc.mpg.de

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