Automatisierte Analyse

Kleinmotor sorgt im Labor für Präzise Bewegungen der Probe

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Hightech-Maschinen für die Laborautomatisierung analysieren menschliche Blutproben und erkennen Gerinnungsstörungen. Um sicher automatisiert zu arbeiten, müssen sie mit geeigneten Kleinmotoren und Förderanlagen ausgestattet sein.

Stefan Roschi
Maxon Motor, Sachseln/Schweiz

Menschliches Blut transportiert Sauerstoff und Nährstoffe, wehrt Fremdkörper ab und schließt Wunden. Doch bei einigen Menschen kommt es zu Gerinnungsstörungen, die unangenehm sind und zu ernsthaften Folgen führen können. Tests, mit denen Bluterkrankungen erkannt und Therapiemöglichkeiten überprüft werden können, finden in Laboren und Spitälern statt: Moderne Analysegeräte können rund um die Uhr Proben selbstständig pipettieren und schnell Resultate liefern. Solche Geräte, die nach dem Vorbild industrieller Anwendungen automatisiert sind, arbeiten präzise und zuverlässig. Das stellt hohe Anforderungen an Komponenten und Entwickler.

Das französische Unternehmen Stago hat sich auf Analyseinstrumente für die Hämostasediagnostik – also Fragen der Blutgerinnung – spezialisiert. Rund 20 000 Geräte des Herstellers sind weltweit im Einsatz, darunter auch das vollautomatische Analysesystem Star Max. Es ist mit einem Drei-Achsen-Roboter ausgestattet und hat Platz für 215 Proben und 1000 Testgefäße. Die Maschine arbeitet selbstständig, überprüft Ergebnisse, gleicht sie ab und überwacht Prozesse. Sie ist vor allem für Labors mit einem hohen Probenaufkommen geeignet.

Das Star-Max-System kam 2014 auf den Markt. Doch bereits 1991 hatte Stago ein Analysegerät mit X-Y-Z-Achsenroboter entwickelt. Schon bei dessen Entwicklung waren Antriebsexperten von MDP da-
bei, der französischen Vertriebsgesellschaft des Schweizer Antriebsherstellers Maxon Motor. Sie wurden wieder kontaktiert, als in der ersten Entwicklungsphase des Star-Max-Gerätes wichtige Fragen zu den präzisen Bewegungen auf allen drei Achsen und dem vollautomatischen Pipettieren der Reagenzien zu klären waren. „Schließlich hat MDP mit seiner großen Erfahrung Standardprodukte so angepasst, dass sie unseren Vorgaben entsprachen“, sagt Jean-François Gelin, Projektleiter Innovation R&D bei Stago.

Auch das Fachwissen von MDP und Maxon Motor sei durch wertvolle Tipps aus beiden Unternehmen eingeflossen. Die Zusammenarbeit geht inzwischen so weit, dass die Antriebsexperten in ihrer Produktion in Neyron die Förderanlage für die Pipettenracks bauen und diese für die Endmontage an Stago liefern.

Für die Bewegungen der Racks werden verschiedene Typen des Maxon DC-Motors A-Max eingesetzt – mit Durchmessern zwischen 16 und 26 mm. Diese Gleichstrommotoren sind sehr dynamisch und einfach anzusteuern. Zudem verbaut MDP passende Planetengetriebe, um das erforderliche Drehmoment zu erhalten.

„Als wir mit der Entwicklung von Hämostase-Analysemaschinen begannen, glaubte kaum jemand an unseren Erfolg“, sagt Jean-François Gelin von Stago. Heute beschäftigt das Unternehmen über 2100 Mitarbeiter und liefert Highend-Produkte in 110 Länder.


MDP-Techniker Yannik Charel montiert die Transporteinheit für das medizinische Analysegerät Star Max
Bild: Maxon Motor

Über MDP

MDP wurde 1982 gegründet und handelte zunächst mit Mikromotoren verschiedener Hersteller. Später wuchs das Unternehmen stark dank Standardprodukten, die schnell verschickt werden konnten, und bot technischen Support über ein Call-Center. Heute arbeiten 41 Personen am Sitz in Neyron nahe Lyon – unter anderem im Vertrieb, in der Entwicklung und der eigenen Produktion. MDP bietet seinen Kunden Antriebe sowie komplette Antriebssysteme.

Seit Herbst 2014 ist MDP nicht mehr nur Vertriebspartner für Maxon Motor in Frankreich, sondern offiziell Teil der Maxon-Motor-Gruppe und eine der Produktionsstätten des Schweizer Unternehmens. Die übrigen fünf befinden sich in der Schweiz, in Deutschland, Ungarn, den Niederlanden und Korea.

www.mdp.fr

www.maxonmotor.de



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