Diabetes Typ 1

Roboter erzieht Kinder zu richtigem Verhalten

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PAL verwendet einen NAO-Roboter als Plattform (Bild: PAL)
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Forscher entwickeln einen Roboter, der als persönliche Assistenten Kindern eine gesunde Lebensweise vermitteln. Dazu gibt der künstliche „Kumpel“ bereits während eines Krankenhausaufenthalts Hilfestellung zu Medikation und gesundheitsförderlichem Verhalten.

Eine chronische Erkrankung stellt besonders die Patienten, aber auch Ärzte, Pflegende und das Umfeld vor immense tägliche Herausforderungen. Das wird zusätzlich verstärkt, wenn Kinder betroffen sind. Ziel des des EU-Projekts „Personal Assistant for a healthy Lifestyle“, kurz PAL, war es daher, ein innovatives interaktives Schulungssystem für Patienten mit einer chronischen Erkrankung zur Verfügung zu stellen: Es soll vor allem die zukünftigen Gesundheitsrisiken minimieren, die Autonomie im Umgang mit der Erkrankung verbessern und eine Zustandsübersicht für das medizinische Personal erleichtern.

Unterstützt werden damit Kinder mit Typ-1-Diabetes im Alter von 7 bis 14 Jahren, deren Eltern und das involvierte Gesundheitspersonal (Diabetologen, Ernährungswissenschaftler, Pfleger, Psychologinnen), um das Selbstmanagement der Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung zu verbessern.

Positive Verstärkung und Gamification

Die verschiedenen Anwendungen setzen auf den sozialen Kontakt zwischen dem virtuellen Assistenten und dem jungen Patienten, um die Affinität zu den zu vermittelnden Inhalten über eine längere Zeit aufrecht zu erhalten. Der Assistent begleitet seinen Benutzer sowohl beim Wissenserwerb als auch bei der konkreten Umsetzung der täglich notwendigen Messungen und Behandlungen. Das System analysiert die über die Zeit anfallenden Daten und Interaktionen mit dem Nutzer und setzt verschiedene Motivationstechniken wie positive Verstärkung und Gamification ein, um die Autonomie des Patienten zu verbessern.

Sozialer Roboter und virtueller Avatar

Vier Jahre Forschung und Entwicklung von elf Forschungsinstitutionen, Unternehmen und medizinischen Einrichtungen in vier EU-Ländern sind in das integrierte System geflossen. Das Resultat ist eine Cloud-basierte Lösung, die aus einem sozialen Roboter und dessen virtuellem Avatar besteht, der in mobilen Gesundheits-Apps eingesetzt wird. Verschiedene Informationspanels, die als Web-Applikationen implementiert sind, stellen Statusinformationen für Patienten, Eltern und Gesundheitspersonal in kompakter Form bereit.

Experimentell erprobt wurde PAL in jeweils 3-monatigen Praxistests mit über 40 Langzeitprobanden. Im DFKI wurde die multimodale Kommunikation des Roboters beziehungsweise Avatars mit dem Benutzer, insbesondere die Sprach- und Dialogfähigkeiten, entwickelt.

www.pal4u.eu

www.dfki.de

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