Dänische Superkrankenhäuser: Gute Geschäftsaussichten für deutsche Hersteller

Neue Medizintechnik für neue Kliniken

Entwurf aus dem Architektenwettbewerb für das neue Hospital in Bispebjerg Bild: CF Møller
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Die riesigen Krankenhauszentren, die derzeit in Dänemark entstehen, bieten auch für deutsche Medizintechnikhersteller gute Geschäftsmöglichkeiten. Bei Interesse berät die Deutsch-Dänische Handelskammer und gibt Informationen zu Marktchancen.

Dänemarks Superkrankenhäuser haben bislang vor allem einen nie gekannten Bauboom ausgelöst. Durch die sechs Neubau-Vorhaben und den Ausbau weiterer Kliniken sind bis Ende 2014 bereits 12 000 neue Jobs im Baugewerbe entstanden, bis Ende dieses Jahres sollen es 17 000 sein. In den kommenden Jahren bieten sich dann zunehmend auch Herstellern von Medizintechnik vielversprechende Geschäftsaussichten. Die Deutsch-Dänische Handelskammer (AHK Dänemark) sieht für deutsche Unternehmen gute Marktchancen und plant Informationsveranstaltungen in Deutschland, außerdem berät sie deutsche Firmen mit Interesse an den Projekten.

Mit einem Umfang von jeweils rund 850 Mio. Euro sind die Neubauten in Aarhus und Odense die teuersten Projekte, gefolgt von denen in Hillerød und Køge, für die jeweils rund 500 Mio. Euro veranschlagt sind. Rund 400 Mio. Euro soll die Erweiterung des Bispebjerg-Hospitals zu Kopenhagens größtem Superkrankenhaus kosten.
Das neue Universitätskrankenhaus in Aarhus ist das größte Krankenhausprojekt in Dänemarks Geschichte und wird 40 bis 50 % aller Krankenhausaktivitäten in Zentral-Dänemark auf sich vereinen. Dazu wird das bestehende Universitätsklinikum in Skejby mit einer Fläche von 160 000 m2 integriert, 250 000 m2 werden neu gebaut. Zusätzlich entsteht für rund 160 Mio. Euro ein neues Zentrum für Psychiatrie, das dänische Zentrum für Partikeltherapie soll rund 107 Mio. Euro kosten. Mit einer Fläche von 1,25 Mio. m2 ist der neue Superkrankenhaus-Komplex so groß wie eine dänische Provinzstadt. Nach der Fertigstellung 2019 sollen hier jährlich 800 000 Patienten ambulant und 100 000 Patienten stationär behandelt werden. Die Kapazität liegt bei 822 Betten.
2022 soll dann auch in Odense das neue Universitätsklinikum eröffnet werden. Es ist das größte Krankenhaus, das in Dänemark auf der grünen Wiese von Grund auf neu gebaut wird. Auf einer Fläche von 780 000 m² entstehen neben dem neuen Universitätsklinikum (212 000m²) auch eine Psychiatrische Klinik (24 500 m²) und die neue Medizinische Fakultät (40 000 m²). Das Krankenhaus wird ausschließlich Einzelzimmer haben, ebenso wie das neue 662-Betten-Krankenhaus von Nordseeland. Es wird südlich von Hillerød inmitten eines Waldes gebaut, in Form eines Kleeblatts. Wenn das Krankenhaus 2020 eröffnet wird, dient es 312 000 Bürgern in der Region als Akuthospital.
Dreimal so groß wie das bestehende Krankenhaus wird das neue Universitätsklinikum Køge. Das Krankenhaus Køge wird zum Universitätsklinikum mit einer Fläche von 176 500 m2 aufgestockt, davon entstehen 130 000 m2 in einem Neubau. Es gibt rund 40 OPs, die Bettenzahl wird von 296 auf 877 erweitert, die Zahl der Mitarbeiter erhöht sich von 1300 auf 4200. 2022 soll das neue Universitätsklinikum voll einsatzbereit sein.
Die beiden Krankenhäuser in Frederiksberg und Bispebjerg werden bis 2025 in Bispebjerg, einem Stadtbezirk Kopenhagens, zu einem Krankenhauskomplex mit psychiatrischer Abteilung zusammengeführt. Das Projekt umfasst eine Bruttogeschossfläche von 217 000 m2: 121 000 m2 davon werden neu gebaut, der Rest wird renoviert. (bg)
Bettina Gonser; Freie Journalistin in Stuttgart
Weitere Informationen: Zur Deutsch-Dänischen Handelskammer: www.handelskammer.dk Über das neue Universitätskrankenhaus in Aarhus: www.dnu.rm.dk Über das neue Universitätshospital in Odense: www.nytouh.dk Über das neue Krankenhaus in Hillerød: www.regionh.dk/nhn Über das neue Universitätsklinikum in Køge: www.regionsjaelland.dk Über das neue Hospital in Bispebjerg: www.bispebjerghospital.dk/nythospital

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