Drucksensor

Sichere Prozesse dank lückenloser Drucküberwachung

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Drucksensor | Prozesssicherheit und im speziellen die Überwachung von Prozessen sind essenziell in der Dosiertechnik. Für diese Anwendung bietet der Hersteller Viscotec umfangreiche Konzepte zur Integration des piezoresistiven Sensors Flowplus16, nicht nur für die Medizintechnik.

Elisabeth Lenz, Viscotec Pumpen- u. Dosiertechnik, Töging a. Inn

Der Drucksensor Flowplus16, eine patentierte Eigenentwicklung des Dosiertechnikspezialisten Viscotec aus Töging, wird speziell zur Prozessüberwachung von Fluiddrücken eingesetzt. Der Hersteller baut Anlagen, die zur Förderung, Dosierung, Auftragung, Abfüllung und der Entnahme von nieder- bis hochviskosen Medien benötigt werden. Er entwickelt Produkte, die seit 20 Jahren für präzises und volumetrisches Dosieren von Flüssigkeiten im Markt bekannt sind.
Weltweit werden Viscotec-Produkte geschätzt, nicht zuletzt aufgrund ihrer Qualität. Die vielfältigen Anwendungsbereiche umfassen unter anderem die Branchen Automotive, Elektro- und Elektronikindustrie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, erneuerbare Energien, Hybridtechnik sowie Mess- und Sensortechnik. Aus Projekten der Sensortechnik entstand der Flowplus16, der 2013 auf den Markt kam. Starke Nachfragen – speziell aus dem Medizintechniksensor – bestätigten Viscotec in der Entscheidung, die Entwicklung des Drucksensors voranzutreiben.
Was auf den ersten Eindruck ungewöhnlich erscheinen mag, sei die Konsequenz erfolgreicher Produktpolitik. „Der Fluidsensor Flowplus16 wurde ursprünglich für den Einsatz zur Druck- und Prozessüberwachung in unseren Dosiersystemen entwickelt“, erklärt Tobias Maier, Produktmanager Geschäftsfeld Komponenten & Geräte bei Viscotec. „Er eignet sich aufgrund seiner speziellen Eigenschaften aber auch hervorragend für Anwendungen in der Medizintechnik.“ Dank seines Luer-Lock Anschlusses und der kompakten Bauweise sei der Flowplus16 „bestens für die Integration in bestehende Systeme mit geringem Bauraum geeignet.“ Zu seinen Vorteilen gehörten die Reinigbarkeit und die Tatsache, dass sämtliche produktberührenden Bereiche des Strömungskanals aus chemisch hochbeständigen und gleichzeitig FDA-konformen Elastomeren bestehen.
Via Luer-Lock in bestehende Prozesse integrierbar
Der Sensor bietet laut Maier Lösungen für diverse anwendungsspezifische Herausforderungen. Was sich omnipräsent unter dem Begriff Industrie 4.0 in der Automobilindustrie entwickelt, ist bereits seit langem wesentlicher Bestandteil und notwendige Grundlage für die Herstellung medizintechnischer Produkte. Prozesssicherheit und deren bestmögliche Dokumentation stehen im Fokus fertigungstechnischer Betrachtungen. „Unser Sensor unterstützt die Prozessüberwachung dank lückenloser Drucküberwachung in statischen sowie in dynamischen Fluidanwendungen“, so Produktspezialist Maier. Die integrierte Signalaufbereitung ermögliche zudem eine intuitive Handhabung. Mit einer Abtastrate von bis zu 3 kHz entgeht dem Sensor kein Luftbläschen. Selbst die Detektion von Viskositätsschwankungen sei mitunter möglich.
„Häufig führen mir Kundenanfragen, vor Augen, welch vielfältige Einsatzmöglichkeiten es für unseren Sensor gibt“, erinnert sich Maier. Dank des Luer-Lock Prinzips lassen sich in der Medizintechnik alle Verbindungssysteme problemlos und schnell miteinander kombinieren. Anwendungen zur Luftblasenerkennung, beispielsweise in Katheter oder Infusionsschläuchen oder zur Protokollierung von Injektionsdrücken bei Spritzen und Kanülen sind häufig anzutreffen. So greifen auch zahlreiche Forschungseinrichtungen auf die Technologie von Viscotec zurück. Eine einfache Signalauswertung hilft dabei, den üblicherweise bei solchen Anwendungen anfallenden Dokumentationsaufwand zu reduzieren.
Dank linearem, leistungsverstärktem und temperaturkompensiertem Ausgangssignal gelinge die Datenauswertung denkbar einfach, so Maier. Er sieht deshalb auch ein großes Potenzial in der Überwachung von Sterilisationsprozessen, beispielsweise im Bereich der Reinigungs- und Desinfektionsgeräte für Endoskope (RDGE). Im Einsatz von Sensoren zur Routineüberwachung und Kontrolle sowie im Loggen der so erfassten Daten zum Zwecke der Validierung sieht der Sensorik-Experte die Zukunft: „Unsere Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass ein konkreter Bedarf vorhanden ist. Der Markt benötigt eine zuverlässige Durchfluss-Druckmessung.“
Aktuelle Methoden messen gegen Druckmembran, und dieses Verfahren verfälsche die Messwerte, so Maier. Um einen optimalen Reinigungsprozess zu gewährleisten, sei die kontinuierliche Drucküberwachung in den Endoskopkanälen während des Reinigungszyklus allerdings unabdingbar. „Auch wenn die Zulassungsvoraussetzungen in der Medizintechnikbranche immer anspruchsvoller werden – wir bieten mit unseren Produkten realisierbare Lösungen.“ ■


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