Sprachkenntnisse: In der Medizintechnik ist Englisch Standard Lieber gewandt als fachlich korrekt - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Sprachkenntnisse: In der Medizintechnik ist Englisch Standard

Lieber gewandt als fachlich korrekt

Medizintechnische Sachverhalte in einer Fremdsprache zu erläutern, klingt gar nicht so einfach. Dabei ist Unternehmen wichtiger, dass die Mitarbeiter im Alltag in der Landessprache kommunizieren können. Auslandsaufenthalte können dabei helfen Bild: vege/Fotolia
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Fremdsprachen sind allgegenwärtig. Ein sicherer Sprachgebrauch in der Praxis ist in der Medizintechnik wichtiger als Fachterminologie. Wer punkten will, sollte neben Englisch eine zweite Fremdsprache und Sozialkompotenzen vorweisen.

Englisch regiert die Welt, gerade auch in der Medizintechnik. Doch die Fachsprache ist nicht der wichtigste Punkt in diesem Berufsfeld. Eine sichere Anwendung im Alltag sei bereits ein guter Anfang. Denn gerade bei der Alltagsgewandtheit zeigen sich Unterschiede, weiß Stefanie Norbisrath, zuständig für Personnel Development bei der B. Braun Melsungen AG, Melsungen. „Bewerber, die längere Zeit im Ausland verbracht haben – im Rahmen eines ausländischen Studiensemesters oder eines beruflichen Aufenthalts – können die Fremdsprache sicherer in der Praxis anwenden.“ Eine gute Ausdrucksweise der Mitarbeiter im Berufsalltag ist dem Pharma- und Medizinproduktehersteller ein wichtiges Anliegen: Gemeinsam mit externen Trainern bietet B.Braun Sprachkurse im Unternehmen an – für das Verfassen von englischen E-Mails, korrektes Führen von Verhandlungen in der Landessprache und interkulturelle Kompetenzen.

Allgemeinsprachliche Kenntnisse in Englisch sind auch bei Dräger wichtig. Die Spezialisierung auf medizintechnische Termini erfolge ‚on the job‘. „Außerdem haben alle Mitarbeiter des Unternehmens Zugang zu einer Terminologie-Datenbank, in der relevante Begriffe der Medizin- und Sicherheitstechnik sowie der Gebrauch derselben professionell definiert sind“, betont Wille Manke, HR-Managerin in der Personalentwicklung bei Drägerwerk AG & Co. KGaA, Lübeck.
Das ‚learning-by-doing‘-Prinzip gilt nicht nur für die englische Sprache. „Jeder Kunde und Kollege freut sich, wenn man sich in der jeweiligen Landessprache unterhalten kann. Das schafft Vertrauen und Synergien“, sagt Stefan Ahlhaus, Personalleiter des auf Endoskope spezialisierten Familienunternehmens Karl Storz GmbH & Co. KG, Tuttlingen. Daher seien Kenntnisse in weiteren Fremdsprachen ein Pluspunkt bei Unternehmen: Französisch, Spanisch und Portugiesisch sind gefragt. Aber auch Mandarin habe sich zu einer wichtigen Sprache in der Medizintechnik entwickelt, erzählt Norbisrath von B. Braun. Der Konzern produziert in rund 30 Ländern, dazu gehört auch China.
Englisch sei für Absolventen des Studiengangs Medizintechnik an der Hochschule Furtwangen University (HFU) heute keine Hürde mehr, sagt Prof. Dr.-Ing. Kurt Greinwald, Studiendekan des Industrial Med-Tec-Studiengangs an der HFU. Nach Einschätzung von Dräger bringen mehr als 90 % aller Studienabgänger englische Sprachkenntnisse vom Level B2 gemäß des europäischen Referenzrahmens für Sprachen (CEFR) mit. Das entspricht einer„guten Mittelstufe“. „Auch medizintechnische Fachbegriffe sind schon recht gut vorhanden, da Lernmaterial zu einem hohen Prozentsatz aus englischen Texten besteht“, erklärt Manke. „Die Studierenden halten zudem bereits im Rahmen ihres Studiums englische Vorträge“, ergänzt Studiendekan Greinwald. nu
Praxisgewandtheit ist wichtiger als Fachterminologie

Praxis-Tipps
Um mit Sprachkenntnissen herauszustechen, sollten Bewerber beachten:
  • Mit einem Auslandsaufenthalt punkten Sie. Der Alltagsgebrauch der Sprache stärkt die Sprechsicherheit.
  • Soziale Kompetenzen sind gefragt: Landestypische Besonderheiten sollten in interkulturellen Teams und Unternehmen nicht unterschätzt werden.
  • Kenntnisse in einer weiteren Fremdsprache wie Französisch, Spanisch, Portugiesisch, aber auch Mandarin sind ein Pluspunkt.
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