Swiss Medtech Award 2018 Start-up Ava erhält Preis für innovativen Fertilitäts-Tracker - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Swiss Medtech Award 2018

Start-up Ava erhält Preis für innovativen Fertilitäts-Tracker

FOTO:_PETER_MOSIMANN
Der Jury-Vorsitzende Prof. Mirko Meboldt von der ETH Zürich, Rubino Mordasini, Past Präsident Swiss Medtech, Moderatorin Jessica Herschkowitz, Philipp Tholen, Ava-Mitbegründer und Leiter Product & Operations sowie Peter Stein, ebenfalls Ava-Mitgründer und Leiter F&E, bei der Verleihung des Swiss Medtech Award (von links) Bild: Swiss Medtech/Peter Mosimann
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Die Ava AG hat am Swiss Medtech Day in Bern den Swiss Medtech Award gewonnen. Ausgezeichnet wurde das Zürcher Start-up für die Entwicklung eines Fertilitäts-Trackers.

Eines der Highlights des vom Schweizer Verband der Medizintechnik zusammen mit Innosuisse (ehemals KTI) als Partnerin durchgeführten Swiss Medtech Day ist die Verleihung des Awards für herausragende Leistungen in der Medizintechnik. Für den erstmals mit 50 000 CHF dotierten Preis hat eine vierköpfige Jury aus insgesamt 25 Bewerbungen die drei Nominierten und schließlich das Zürcher Start-up Ava mit ihrem Fertilitäts-Tracker ausgewählt.

Mit Sensorarmband Kinderwunsch erfüllen

Das von Ava entwickelte Sensor-Armband hilft Frauen, ihre fruchtbaren Tage zu erkennen und sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Es misst am Handgelenk über Nacht neben der Temperatur acht weitere physiologische Parameter wie Atemfrequenz oder Puls und ermittelt mit Hilfe von Algorithmen die fünf fruchtbaren Tage in Echtzeit. Die erfassten Daten gelangen jeden Morgen via Smartphone-App von den Benutzerinnen zum Server von Ava und werden dort ausgewertet. Mehrere klinische Studien am Universitätsspital Zürich sowie an weiteren Kliniken belegen eine 89-prozentige Treffgenauigkeit. Das benutzerfreundliche Produkt ist bereits in den USA und in Europa auf dem Markt.

Geschäftsmodell überzeugt die Jury

Den erstmals mit 50 000 CHF dotierten Preis überreichte der Jury-Vorsitzende Prof. Mirko Meboldt von der ETH Zürich vor rund 600 Teilnehmenden. Er würdigt neben dem hohen Nutzen für die Anwenderinnen die unternehmerische Leistung: „Zum einen überzeugte uns, wie das Medizinprodukt von Ava anhand verschiedener Parameter und einer Vielzahl von Daten spezifische Auswertungen ermöglicht und die Firma ihre Technologie-Plattform mit weiteren Angeboten entsprechend ausbaut. Zum anderen hat es das Start-up dank seinem ausgeklügelten Geschäftsmodell in kurzer Zeit geschafft, beträchtliches Wachstum zu generieren“. Die Tatsachen sprechen für sich: 2014 gegründet, hat Ava an ihrem Sitz in Zürich bereits über 45 Arbeitsplätze geschaffen und plant bis Ende Jahr weitere 20 Stellen zu besetzen. Außerdem führt der Highflyer Zweigstellen in San Francisco sowie Belgrad und will 2018 ein Büro in Asien eröffnen.

Zukunftsweisende Medizinprodukte

Auch die beiden anderen Award-Nominierten, die Xeltis AG und Bühlmann Laboratories AG, tragen mit ihren zukunftsweisenden Medizinprodukten – einer künstlichen Herzklappe und einem Heimtest für chronisch Darmerkrankte – deutlich zur erhöhten Lebensqualität der Patienten und zur effizienteren Gesundheitsversorgung bei.

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