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Textile Elektroden sorgen für smarte Überwachung

7. Anwenderforum Smart Textiles
Textile Elektroden sorgen für smarte Überwachung

smart textilien Smart Textiles
Smart Textiles im Kommen: Das TITV und andere Forschungseinrichtungen arbeiten seit Jahren an unterschiedlichen Facetten der intelligenten Textilien Bild: Oertel
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Textilien mit Intelligenzplus halten Einzug nicht nur in die Medizin, auch Arbeitsschutz und Bekleidung profitieren von der Kombination aus textilen Fäden und Elektronik. Neueste Produkt- und Technologieentwicklungen werden Ende Februar beim 7. Anwenderforum Smart Textiles vorgestellt.

Ob EKG-Shirt für die Telemedizin, Feedbacksystem Hightech-Handschuh für Rollstuhlfahrer, Bauarbeiter-Airbag oder textiler Touchscreen zur Maschinensteuerung: Smart Textiles, also intelligente Textilien als der Shootingstar unter den Technischen Textilien sind stark im Kommen. Die deutsche Textilforschung gibt dafür seit gut einem Jahrzehnt starke Impulse. „Das interdisziplinäre Forum will Anregungen für neue Produkte, Dienstleistungen und Technologien geben und zugleich die Smart Textiles-Kompetenzen in der D-A-CH-Region bündeln“, sagt Veranstalter Prof. Dr. Götz T. Gresser von den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF), der als der größte europäische Textilforschungsstandort gilt. Am 27. und 28. Februar präsentieren Institute und Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Bad Waldsee ihre neuesten Produkt- und Technologieentwicklungen.

Metallisierte Fäden puschen die Telemedizin

Die Statex Produktions- und Vertriebs GmbH, Bremen, ist mit metallisierten Fäden, oft versilbert, ein global agierender Zulieferer für diesen Wachstumsmarkt. Die anwenderkonfigurierten, hochleitfähigen Garne und Flächengebilde können Vitalparameter erfassen, stimulieren, leuchten, klimatisieren oder alarmieren. Verkaufsleiter Sven Böhmer, der viele Jahre auch in der Forschung tätig war und zahlreiche Smart-Textiles-Projekte mit der Textilforschung in Aachen, Chemnitz, Denkendorf, Greiz oder Mönchengladbach zum Erfolg geführt hat, berichtet auf dem Forum von ersten Produkten der Telemedizin: Der Einsatz von Textilelektroden beispielsweise in T-Shirts werde bisher übliche Trockenelektroden ablösen und dem Patienten mehr Mobilität ermöglichen.

Sensorik für mehr Lebensqualität

Smarte textil-kompatible Sensor- und Aktorsysteme stehen im Mittelpunkt des Vortags von Dr. Roland Zemp: Der Mitbegründer des Start ups Sensomative aus Rothenburg in der Schweiz stellt eine Kombination aus textilen Sensoren und intelligenten Klassifizierungsalgorithmen zur Dekubitus-Vermeidung vor. Die in Kooperation mit der ETH Zürich entwickelte Technologie des 2015 aus der Hochschule ausgegründeten Unternehmens soll sich zunächst in einem smarten Kissen für Rollstuhlfahrer bewähren: „Sensomative wheelchair” besteht aus einer textilen Sensormatte für die Sitzfläche des Gefährts und einer App, die das Sitzverhalten und auftretende Druckbelastungen analysiert, daraus Handlungsaufforderungen ableitet und auf Smart watch oder Smartphone des Nutzers ausgibt. Praxistests zeigten bereits ein deutlich verringertes Risiko von Durchblutungsstörungen oder chronischen Wunden und eine hohe Akzeptanz bei den Anwendern.

Weitere Informationen zum Programm des Anwenderforums Smart Textiles: https://www.ditf.de/de/aktuelles/termine/termindetails/id-27-2-28-2-2019-anwenderforum-smart-textiles-in-bad-waldsee-kopie.html

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