VDE gründet Fachausschuss „Informationsverarbeitung in der Medizin“

Forschungsförderung für AAL im Visier

Technische Assistenzsysteme sollen künftig stärker in das Gesundheitswesen integriert werden Bild: Fraunhofer IMS
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Die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (VDE|DGBMT) hat den Fachausschuss „Informationsverarbeitung in der Medizin“ gegründet. Ziel des Fachausschusses ist es, die Informationsverarbeitung besonders im Bereich altersgerechte Assistenzsysteme (Ambient Assisted Living) zu systematisieren und dadurch mehr Nachhaltigkeit, Technologieakzeptanz, Sicherheit, Robustheit, Anpassbarkeit und eine bessere Integration der Technik in vorhandene Strukturen zu schaffen. „Bislang fokussierte die Forschungsförderung mehr auf die Sensor-Entwicklung als auf das Informationsmanagement“, erklärt die Vorsitzende des Fachausschusses Prof. Dr. Petra Knaup-Gregori vom Universitätsklinikum Heidelberg. Daraus entstünden zwar viele innovative Produkte, aber zu wenige innovative Prozesse. „Wir werden im Ausschuss verstärkt die Forschungsförderung im Hinblick auf das Informations- und Prozessmanagement ins Visier nehmen und hoffen durch geeignete Integration in das Gesundheitswesen, altersgerechten technischen Assistenzsystemen zum Durchbruch zu verhelfen“, so die Vorsitzende.

Die Experten haben bisher vor allem die Themen Datenschutz, Nutzerschnittstellen, Gesundheitswesen, technische Aspekte und Betrieb bearbeitet. Vor allem im Bereich Datenschutz müssten zügig standardisierte Konzepte entwickelt werden, die regeln, welche Daten in welcher Situation das häusliche Umfeld verlassen und selektiv Dritten zugänglich gemacht werden dürfen. Hier arbeitet der Fachausschuss im engen Schulterschluss mit den Normungsexperten des VDE. Stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses ist Lothar Schöpe, stellvertretender Abteilungsleiter beim Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST.
Der VDE|DGBMT-Fachausschuss „Informationsverarbeitung in der Medizin“ entstand aus der Arbeitsgruppe IT der Innovationspartnerschaft „Ambient Assisted Living“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des VDE. Die BMBF/VDE-Innovationspartnerschaft gab Impulse für Markt, Technik und Gesellschaft. Das Netzwerk mit zahlreichen Arbeitsgruppen arbeitete intensiv an der Umsetzung marktfähiger Produkte und Dienstleistungen. Die Partnerschaft war auf drei Jahre angelegt und läuft jetzt aus. „Für den VDE bedeutet dies aber keineswegs das Ende von Ambient Assisted Living“, erklärt VDE-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer. „Die Arbeitsgruppen der Innovationspartnerschaft Ambient Assisted Living werden im VDE in die Bereiche Wissenschaft, Normung, Prüfung sowie in die Innovationsplattform Technik + Innovation überführt.“
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