Werkstoffsimulation

Wissen, was die Fasern bewirken

faserverstaerkte_simulation.jpg
BU Bild:
Anzeige
Werkstoffsimulation | Was in kurzfaserverstärkten Kunststoffen vor sich geht, lässt sich mit einem neuen Verfahren simulieren. Es soll auf beliebige Werkstoffkombinationen übertragbar sein.

Die Eigenschaften so genannter kurzfaserverstärkter Kunststoffe lassen sich vor dem Spritzguss simulieren und passgenau je nach Einsatz optimieren. Ein entsprechendes Verfahren hat der Werkstofftechniker Marc Schöneich im Rahmen seiner deutsch-französischen Doppel-Promotion an den Universitäten des Saarlandes und Metz entwickelt. Dafür erhielt er vor Kurzem den Wilfried-Ensinger-Preis des Wissenschaftlichen Arbeitskreises der Universitäts-Professoren der Kunststofftechnik.

Aus kurzfaserverstärkten Thermoplasten lassen sich besonders leichte, hochbelastbare und von ihrer Form her komplexe Bauteile herstellen, die sogar Metalle ersetzen können. Bislang war jedoch noch wenig darüber bekannt, welche Mechanismen in diesen Verbundwerkstoffen genau ablaufen und wie das die Eigenschaften des Werkstoffs beeinflusst.

Mit Schönaichs Methode können Hersteller die späteren Werkstoffeigenschaften simulieren und nach Bedarf maßschneidern. Sein Modell macht transparent, wie der Kunststoff sich ändert, wenn man an bestimmten Parametern „dreht“. „Der Herstellungsprozess kann günstiger und das Produkt besser werden, wenn man genau weiß und steuern kann, was im Werkstoff passiert und welche Mechanismen ablaufen“, erklärt der Wissenschaftler.

Die Eigenschaften eines Werkstoffes – also ob er leicht ist oder schwer, steif oder biegsam – werden durch seine Mikrostruktur beeinflusst: Kleinste Änderungen in Größenordnungen, die nur über hochauflösende Mikroskope sichtbar sind, haben Auswirkungen im großen Ganzen. „Das Modell ist auf beliebige Werkstoffkombinationen übertragbar. Die Industrie kann es nutzen, um technische Bauteile aus Verbundwerkstoffen leichter oder leistungsfähiger zu machen“, sagt Schönaich. Inzwischen forscht er am Leibniz-Institut für Neue Materialien INM auf dem Saarbrücker Campus.

www.wak-kunststofftechnik.de/preise/

Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Titelthema: KI in der Medizin

KI_Fotolia_177090077_metamorworks.jpg

Sehen intelligente Assistenzsysteme und ihre Algorithmen tatsächlich mehr als der Arzt?

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

medicine&technology

Die englische Ausgabe finden Sie hier als PDF.

Sie erscheint 2 Mal im Jahr mit europaweiter Verbreitung.

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Aktuelles Webinar

Multiphysik-Simulation

Medizintechnik: Multiphysik-Simulation

Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Kalender

Termine für die Medizintechnik-Branche

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de