Virtual Reality Ohne Simulationsübelkeit - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Virtual Reality

Ohne Simulationsübelkeit

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Prototyp einer VR-Brille mit 4 hochauflösenden OLED-Mikrodisplays Bild: Limbak
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Forscher entwickeln ein großflächiges, hochauflösendes OLED-Mikrodisplay mit hoher Bildwiederholungsrate und geringem Stromverbrauch . Dessen Einsatz in VR-Brillen kann dabei helfen, die berühmte Motion Sickness zu vermeiden.

VR-Brillen werden immer beliebter. Nicht nur Computerfans sind davon begeistert – auch virtuelle Rundgänge durch Museen und Ausstellungen sind möglich und potenzielle Käufer können das Interieur ihres neuen Autos in verschiedenen Farben und Ausstattungen „ansehen“. Allerdings sind die derzeit erhältlichen VR-Brillen in der Regel schwer und übergroß dimensioniert. Gleichzeitig schlägt das Gefühl, „mitten in der Szenerie zu stehen“, oft in eine Art Seekrankheit um, so dass man sich fühlt, als ob man bei starkem Wellengang auf dem Deck eines Bootes steht. Diese „Simulationskrankheit“ (Motion Sickness), die Kopfschmerz, leichten Schwindel oder Übelkeit hervorrufen kann, wird teils durch die niedrigen Bildraten und das Flackern der Bilder und teils durch ein unpassendes Sichtfeld der VR-Brillen verursacht.

Erhöhte Bildrate vermindert Motion Sickness

Die Forschungsergebnisse des EU-geförderten Projekts LOMID (Large cost-effective OLED microdisplays and their applications) sollen diese Herausforderungen lösen: Großflächige OLED-Mikrodisplays in Kombination mit einer anspruchsvollen Freiform-Optik bieten die Möglichkeit, VR-Brillen ergonomisch und leichtgewichtig zu designen. Überdies wird durch die erhöhte Bildrate die Anfälligkeit für Motion Sickness beim Anwender gemindert.

Vier Displays mit höherer Auflösung

Im Rahmen des Projekts haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP neue OLED-Mikrodisplays mit einer Größe von einem Zoll, der Auflösung von 1920 × 1200 Pixeln (WUXGA, 2300 ppi) und einer erhöhten Bildrate von 120 Hz entwickelt. In der vom Projektpartner Limbak entwickelten ultrakompakten Optik werden zwei dieser Displays pro Auge nahtlos arrangiert, so dass insgesamt vier Displays für das gesamte Headset im Einsatz sind. Mit zwei WUXGA-Mikrodisplays pro Auge bietet das Headset eine Gesamtauflösung von 4800 × 1920 Pixeln, was fast 5k entspricht. Dieses Design ermöglicht sowohl eine sehr hohe effektive Displayauflösung als auch ein breites Sichtfeld ( 100°) und erzeugt einen exzellenten VR-Eindruck.

Leichtere Brille, gleichgroßes Display

Darüber hinaus konnten die Optikspezialisten von Limbak den Abstand zwischen Display und Auge des Nutzers auf nur 37 mm reduzieren – also wesentlich weniger als den 60–75 mm großen Abstand bei den meisten herkömmlichen Headsets. Dieses ultrakompakte Design reduziert das Gewicht des Systems auf etwa ein Viertel sowie das Gewicht auf die Hälfte einer herkömmlichen Brille bei gleichgroßem Sichtfeld.

Die Wissenschaftler des Fraunhofer FEP stellen vom 18. bis 19. Oktober auf der awe europe 2018 an Messestand Nr. 322 sowohl einen Prototypen des LOMID-Headsets für VR-Anwendungen als auch die Forschungsergebnisse dazu vor.

www.lomid.eu

http://s.fhg.de/Pk8

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