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Medizintechnik aus dem 3D-Drucker

Additive Fertigung auf Textilien
Medizinprodukte: Textile Orthesen aus dem 3D-Drucker

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Textile Ankle-Foot-Orthese: Das Fußbett ist in den Strumpf gedruckt (Bild: DITF)
Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) zeigen auf der Messe Medica mögliche Medizinprodukte aus dem 3D-Drucker: vom Implantat für den Körpergewebeersatz bis hin zu textilen Orthesen.

Hart-Weich-Übergänge sind bei Medizinprodukten zum Beispiel bei Implantaten für den Körpergewebeersatz interessant sowie für Kombinationen mit Textilien. Der 3D-Drucker Arburg Freeformer 300–3X kann in einem Bauteil bis zu drei unterschiedlich harte, schmelzbare Polymere verarbeiten. Diese Maschine nutzen die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf DITF bei ihrer Forschung. Der 3D-Drucker verarbeitet thermoplastische Kunststoffe direkt als Granulat, ohne den Umweg über Druckfilamente oder Pulver. So lassen sich auch sehr weiche oder empfindliche Materialien verarbeiten. Sie werden durch den additiven Auftrag von thermoplastischen Schichten zur Basis für die textilen Orthesen.

Additiv gefertigte Implantate – aus Originalmaterial hergestellt

Textile Orthesen aus dem 3D-Drucker

Die DITF entwickeln zum Beispiel zusammen mit dem Dynamic Competence Center Claudia Eisert, Mühltal, eine neuartige Fußorthese mit integriertem Fußbett für Patienten mit Cerebralparese. Anders als bisherige Orthesen aus Kunststoff besteht diese dynamische Ankle-Foot-Orthese aus einem enganliegenden Strumpf. Dieser umschließt den Fuß und das Sprunggelenk lückenlos. Durch die korrigierte Ausrichtung des Fußes und durch ein tiefensensorisches Feedback sind die Patienten in der Lage, die Position und die Bewegung des eigenen Körpers besser wahrzunehmen.

Medizintechnik zur Kultivierung von Zellen

Ebenfalls von den DITF entwickelt ist ein neues Verfahren, um poröse Materialien herzustellen, wie sie für die Kultivierung von Zellen erforderlich sind. Dazu erzeugen die Forscher hochporöse Feinstfaservlies-Strukturen im so genannten FFF-Verfahren, aus aufgeschmolzenen Filamenten durch zusätzliche Hochspannung zwischen Düse und Kollektorplatte. Poren unterschiedlicher Größe und Form und mit einer Vielzahl an Eigenschaften lassen sich damit herstellen.

Kontakt:
DITF
Carsten Linti
Leiter Technologiezentrum Biomedizintechnik
E-Mail: carsten.linti@ditf.de
www.ditf.de
Auf der Messe Medica: Halle 15, Stand K16, Baden-Württemberg International

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