Mensch-Maschine-Systeme

Manschette warnt bei Fehlern

Ulrike Schmuntzsch testet die Warnmanschette im TU-Labor beim Wechsel einer Spindel in einer Mikrofräsmaschine Bild: TU Berlin/ Ulrich Dahl
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Eine Warnmanschette unterstützt Techniker bei Wartungsarbeiten. Sie warnt und gibt zudem über ein Instruktionsvideo Anleitungen. Entwickelt wird das neuartige Mensch-Maschine-System an der Technischen Universität Berlin.

Sie sieht aus wie ein Pulswärmer, aber die Manschette wärmt nicht – sie warnt. Ausgestattet mit LEDs, einem Lautsprecher und einem Vibrationselement soll sie bei Wartungsarbeiten unterstützen und Fehler anzeigen. Leuchten die LEDs auf, ist ein Piepen zu hören oder beginnt die Manschette zu vibrieren, wird dem Techniker signalisiert, dass besondere Aufmerksamkeit geboten ist oder ihm gerade ein Fehler unterläuft. Entwickelt wird die Warnmanschette von Ulrike Schmuntzsch am Fachgebiet Mensch-Maschine-Systeme der Technischen Universität Berlin. Techniker sollen bei Wartungsarbeiten auf zwei Wegen unterstützt werden: einmal durch Warnungen, die unmittelbar auf eine Handlung folgen, zudem durch Anleitungen über ein Instruktionsvideo. Das Warn- und Anleitungssystem der Manschette, das auf einer eigens dafür entwickelten Softwarearchitektur basiert, besteht aus drei Komponenten: der Art der Warnmeldung, der Art des Signals und der Intensität des Signals. Bei der Art der Warnmeldung ist das Instruktionsvideo hinterlegt. Das Innovative besteht darin, dass die Warnung unmittelbar an die Handlung gekoppelt ist. Außerdem erfolgt die Fehlermeldung nicht nur über visuelle und/oder akustische Signale, sondern auch über die Haptik. Bei einer ersten Testreihe mit dem Prototyp eines Warnhandschuhs wurde moniert, dass die Bewegungsfreiheit der Finger einschränkt war. Aus dem Handschuh wurde daher die Manschette, in der die gesamte Technik integriert ist. Die Forschung zum Warnhandschuh wurde 2013 in Las Vegas mit dem European Best Paper Award ausgezeichnet.

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