Mensch-Roboter-Kollaboration

Der Mitarbeiter steht im Mittelpunkt

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Beim Projekt Aquias soll die Robotik die Menschen in ihrer Arbeitsfähigkeit unterstützen (Bild: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO):
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Zwei Forschungsprojekte zeigen, wie Mensch-Roboter-Arbeitsplätze mitarbeiterzentriert gestaltet werden können. Anhand von Demonstratoren für die stationäre Pflege sowie die Industrierobotik führen sie zudem eine konkrete Umsetzung vor.

Das Ziel der beiden ambitionierten Forschungsprojekte hieß „Robotik für den Menschen“: Während im Projekt Aquias Mensch-Roboter-Arbeitsplätze für schwerbehinderte Produktionsmitarbeitende in der Montage und Qualitätskontrolle gestaltet wurden, entwickelte das Projekt Serodi Serviceroboter zur Unterstützung von Pflegekräften in Krankenhäusern und Altenheimen. Beide Projekte setzten das Ziel um, dass Roboter den Menschen in seiner Arbeit wirkungsvoll unterstützen. Nur körperlich oder psychisch belastende Aufgaben wandern vom Menschen zum Roboter. Alle weiteren Aufgaben verbleiben beim Menschen und sichern so den Erhalt abwechslungsreicher Arbeitsanforderungen sowie den Erhalt der Tätigkeit als solcher.

Teilhabe durch Robotik in der Produktion

Um breiten Beschäftigtengruppen die Teilhabe an attraktiver Arbeit in der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) zu erschließen, ging das Projekt Aquias einen besonderen Weg: Im ersten der beiden Pilotbereiche wurde der mobile Produktionsassistent „Apas assistant“ der Bosch-Gruppe in der Integrationsfirma Isak gGmbH eingesetzt. In diesem Unternehmen arbeiten schwerbehinderte Produktionsmitarbeiter mit sehr individuellen Leistungseinschränkungen in der Montage. „Ziel war es, den MRK-Arbeitsplatz so zu gestalten, dass nur ergonomisch belastende Aufgaben vom Mitarbeiter zum Roboter wandern. Alle anderen Aufgaben bleiben beim Menschen“, erklärt David Kremer, der das Projekt Aquias koordiniert. Im zweiten Pilotbereich setzte Bosch den mobilen Produktionsassistenten „Apas assistant“ in der eigenen Produktion ein. Hier unterstützte der Roboter die anspruchsvolle Handhabung und Qualitätsprüfung schwerer Aluminiumblöcke. Zielgruppe waren Mitarbeiter mit und ohne Leistungseinschränkungen. Die Erfahrungen aus dem ersten Pilotbereich der Firma Isak flossen hier ein.

Unterstützung in der Pflege

In der stationären Pflege stehen immer mehr älteren und pflegebedürftigen Menschen immer weniger potenzielle Nachwuchskräfte gegenüber. Langzeiterkrankungen und eine hohe Fluktuation des Personals sind bereits heute die Folgen. Im Rahmen des Projekts „Servicerobotik zur Unterstützung bei personenbezogenen Dienstleistungen (Serodi)“ wurde deshalb an neuen Serviceroboterlösungen gearbeitet, die Mitarbeiter aus dem Pflegebereich körperlich und informatorisch entlasten sollen.

Zu diesem Zweck entwickelten die Projektpartner zwei neue Roboterlösungen, die in jeweils zwei mehrwöchigen Testphasen in einem Krankenhaus sowie zwei Altenheimen getestet wurden. Der „intelligente Pflegewagen“ navigiert autonom, das heißt, die Pflegekraft kann ihn per Smartphone an den gewünschten Einsatzort bestellen und er fährt dann selbstständig dort hin. Über den integrierten Touchscreen kann das Personals einfach dokumentieren, welche Pflegeutensilien entnommen wurden. Ebenfalls getestet wurde der „robotische Service-Assistent“. Er kann mit verschiedenen Snacks und Getränken befüllt werden und diese Bewohnern oder Patienten anbieten. Dies entlastet nicht nur das Pflegepersonal, sondern fördert auch die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen.

www.aquias.de

www.serodi.de

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