Neuer Sonderforschungsbereich Biofabrikation - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Neuer Sonderforschungsbereich

Biofabrikation

20171204_SFB_BiofabrikationFotolia_7889092.jpg
Von der Zellkultur auf kürzestem Wege zur dreidimensionalen Struktur: wie sich das Umsetzen lässt, soll der Sonderforschungsbereich zeigen (Bild: Fotolia.com/ Sven Hoppe)
Anzeige
Gewebemodelle aus dem Drucker: Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg erhält ab 2018 einen neuen Sonderforschungsbereich. In dessen Mittelpunkten stehen die Grundlagen der Biofabrikation.

Der Titel des neuen von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) geleiteten Transregio-Sonderforschungsbereichs lautet: „Von den Grundlagen der Biofabrikation zu funktionalen Gewebemodellen“. Sprecher ist Prof. Jürgen Groll, Inhaber des Lehrstuhls für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde; die Universität Erlangen-Nürnberg und die Universität Bayreuth sind an den Arbeiten beteiligt.

Unschätzbarem Wert als Tierversuchsersatz

Unter „Biofabrikation“ versteht die Wissenschaft die Verwendung automatisierter 3D-Druck-Prozesse, um lebende Zellen und Biomaterialien gleichzeitig zu verarbeiten und so Konstrukte herzustellen, die schon direkt nach der Herstellung in gewebeanalogen Strukturen aufgebaut sind. „Dies birgt die Möglichkeit einer automatisierten und damit standardisierten Herstellung funktionaler Gewebemodelle, welche von unschätzbarem Wert als Tierversuchsersatz, für die Pharma- und Krebsforschung und als regenerative Therapieoption wären“, erklärt Jürgen Groll.

Was fehlt, sind Biotinten

Der Fortschritt dieses jungen Forschungsfeldes wird derzeit vor allem durch einen Mangel an geeigneten zellverträglichen und druckbaren Materialien, so genannten Biotinten, begrenzt, die neben dem Überleben der Zellen auch deren Verhalten nach dem Druck nicht negativ beeinflussen oder sogar steuern. Weitere Punkte, die die Entwicklung bremsen, sind: ein unvollständiges Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Verfahrensparametern und Zellreaktionen sowie geeignete Methoden zur präziseren Fabrikation.

Erster Schritt: Grundlagen der Biofabrikation

Inhalt des neuen Sonderforschungsbereichs ist deshalb in der ersten vierjährigen Förderphase, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit rund 10 Mio. Euro finanziert wird, die Erforschung der Grundlagen der Biofabrikation. Dafür wollen die beteiligten Wissenschaftler ein Kompetenzzentrum mit international führender Rolle schaffen. Die Laufzeit des Sonderforschungsbereichs ist auf zwölf Jahre ausgelegt, sodass die erarbeiteten Grundlagen sukzessive biologisch untersucht, verbessert und systematisch angewendet werden können, mit dem Ziel der Herstellung funktionaler humaner Gewebemodelle.

www.uni-wuerzburg.de/ueber/forschung/spitzenforschung/

Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Messe Compamed

Neue Trends und Produkte von der Messe für die medizinische Zuliefererbranche

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

Alle Webinare & Webcasts

Hier finden sie alle Webinare unserer Industrieseiten

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Kalender

Aktuelle Termine für die Medizintechnik-Branche

Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de