Pflegeroboter

August der Smarte hilft in der Altenpflege

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Staatsministerin Barbara Klepsch mit Vertretern aller Partner des Verbundprojektes Care 4 All (Bild: HTW Dresden/Peter Sebb)
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Forscher widmen sich in dem neuen Projekt Care 4 All der Entwicklung eines neuen Mensch-Technik-Interaktionskonzeptes. Es soll in Pflegerobotern vor allem Menschen mit Demenz unterstützen.

Das neue Verbundprojekt Care 4 Allsoll Assistenzroboter –auch als Pflegeroboter bezeichnet – stärker in die Altenpflege integrieren. „Der Freistaat Sachsen setzt auf innovative Technologien für eine bessere Versorgung älterer Menschen“, sagte Staatsministerin Barbara Klepsch anlässlich der Übergabe des Zuwendungsbescheides. Das Projekt wird für die Dauer von zwei Jahren mit einer Summe von etwa 800 000 Euro vom Freistaat Sachsen und der Europäischen Union über EFRE gefördert. Beteiligt sind neben der HTW Dresden die Cultus gGmbH Dresden, das Universitätsklinikum Dresden, das Universitätsklinikum Erlangen, die Cognitec Systems GmbH Dresden und die Carus Consilium Sachsen GmbH.

Pflegeroboter: Bald nicht mehr wegzudenken

„Mit diesem Projekt wird der Grundstein für einen gewinnbringenden Einsatz von Roboterassistenten in der Pflege und Therapie Demenzkranker gelegt“, sagte Klepsch. Technische Assistenten könnten bald aus dem Pflegealltag nicht mehr wegzudenken sein. „Die Unterstützung wäre ein Gewinn für alle Beteiligten, allen voran die Patienten, die von mehr Zuwendung und Förderung profitieren könnten.“

Lebensqualität der Senioren soll durch Pflegeroboter verbesser werden

Stellvertretend für alle Projektpartner erläuterten Prof. Hans-Joachim Böhme von der HTW Dresden und sein Team die Herangehensweise an die Problematik. Im Gegensatz zu bisherigen Anwendungen, welche meist versuchen, fortschreitende Defizite von Patienten zu ersetzen, sei hier das Ziel, die Lebensqualität von Senioren mit kognitiven Einschränkungen zu verbessern. Der Assistenzroboter – mit dem Projektnamen „August der Smarte“ – kann beispielsweise als Sitzwache unter anderem nach einem operativen Eingriff am Bett des Patienten verbleiben und zu dessen Beruhigung beitragen.

Pflegeroboter wird in Therapiemodell integriert

Eine Besonderheit dieses vom Freistaat Sachsen geförderten Projektes besteht darüber hinaus in der Beteiligung des Universitätsklinikums Erlangen aus dem Freistaat Bayern als Projektpartner. In dem dort ansässigen Teilprojekt MAKS wurde bereits ein nachgewiesen wirksames Therapiemodell entwickelt. Die Abkürzung steht für motorische, alltagspraktische, kognitive und soziale Aktivierung. Im nächsten Schritt soll nun geprüft werden, welche Einsatzszenarien des Assistenzroboters zur Bereicherung von MAKS beitragen könnten.

www.htw-dresden.de

Bisherige Beiträge über Robotik in der Pflege:

http://medizin-und-technik.industrie.de/medizin/mediziner-ueber-technik/details-bewirken-in-der-pflege-manchmal-mehr-als-grosse-ideen/

http://medizin-und-technik.industrie.de/medizin/mediziner-ueber-technik/technik-braucht-ethische-grenzen/

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