Stent-Fertigung

Präziser Laser liebt die Feinarbeit

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Stent-Fertigung | Fast jeder Stent entsteht aus einem dünnwandigen Rohr, das hochpräzise mit dem Laser bearbeitet werden muss. Bei dem Laserschneid-System Vasculathe beginnt die Präzision bereits bei den vollelektrischen Antriebskomponenten.

Ralf M. Haaßengier
Fachjournalist in Stuttgart

In der Medizintechnik kommen heute meist elektrische Linearantriebe mit hoher Positioniergenauigkeit zum Einsatz. Die Vorteile gegenüber Hydraulikantrieben sind beispielsweise die sehr kurzen Taktzeiten und hohe Regeldynamik der Direktantriebe, das einfache Design und nicht zuletzt die Reinheit, was sie geradezu für die Medizintechnik prädestiniert. Wer Geräte mit Hydraulikaggregaten oder Druckluft antreibt, muss zudem mit erhöhten Investitionen und Wartungskosten rechnen.

Elektrische Linearkomponenten sind aufgrund ihrer geringen mechanischen Abmessungen sehr dynamisch und trotzdem sehr präzise, was sich insbesondere bei den Herstellprozessen in der Medizintechnik positiv auswirkt. Grund genug also, dass der Spezialist für Motion Control und Positioniersysteme Aerotech für das Laserschneidgerät Vasculathe zur Stent-Herstellung elektrische Linearantriebe verwendet.

Laser-Schneidlösung für die Stent-Fertigung

Die Schneidlösung der Aerotech GmbH mit Sitz im fränkischen Fürth ist für eine anspruchsvolle Stent-Fertigung konzipiert: Das voll integrierte Bewegungssystem kombiniert automatisierte Materialhandhabungsfunktionen mit direktangetriebenen Linear- und Drehbewegungen. Das Linear-Rotations-Design soll laut Hersteller den Durchsatz um das Zwei- bis Fünffache im Vergleich zu herkömmlichen kugelumlaufspindelbasierten oder anderen Antriebsprinzipien erhöhen und ermöglicht Fertigungstoleranzen im Submikrometerbereich.

„Der höhere Durchsatz des Vasculathe-Systems bedeutet, dass ein Medizintechnikhersteller im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsmethoden weniger Maschinen für die gleiche Anzahl von Stents benötigt“, weiß Aerotech-Geschäftsführer Norbert Ludwig aus der Praxis. Die Schneidlösung Vasculathe könne aber auch auf Grund ihrer Flexibilität eingesetzt werden, um beispielsweise einen erhöhten und variierenden Produktionsbedarf auf der vorhandenen Fertigungsfläche zu decken.

Automatisiertes Handling und erweiterte Steuerarchitektur

Vasculathe ist ein vollständiges Bewegungs- und Materialhandhabungs-Subsystem. Es umfasst eine automatisierte, pneumatisch aktivierte ER-Spannzangenbaugruppe sowie einen optionalen kombinierten Buchsen-/Rohrvorschubmechanismus, mit dem die sequenzielle, vollautomatisierte Herstellung verschiedener Stents aus einem Rohrmaterial von beliebiger Länge ermöglicht wird. Ferner ist eine Nassschneidkonfiguration für Anwendungen erhältlich, die je nach Material eine Kühlflüssigkeit während des Schneidprozess erfordern.

Die Schneid-Plattform arbeitet mit einer leistungsstarken, dabei einfach und intuitiv bedienbaren Aerotech-Steuerung. Anwender können ohne großen Programmieraufwand Stromstärke-, Geschwindigkeits- und Positions-Servo-Loops auf maximale Performance optimieren. Zusatzfunktionen wie beispielsweise „Multiblock-Look Ahead“ zur Generierung von Bahnen minimieren Geometriefehler bei kleinen Radien, indem die Schneidegeschwindigkeit „vorausschauend“ geregelt wird. Zudem können mit der Funktion „Position Synchronized Output“ (PSO) Laserpulse positionssynchron gesteuert werden, um bei variabler Schneidegeschwindigkeit eine optimale Laserleistungskopplung beizubehalten.

Hochgenaue Bewegungssysteme für Medtech-Anwendungen

„Die neue Stent-Fertigungslösung ist die Fortführung unserer erfolgreichen High-Performance-Bewegungssysteme und Komponenten für medizintechnische und Life Sciences-Anwendungen“, resümiert Aerotech-Geschäftsführer Ludwig. Andere Beispiele aus dem Lösungsprogramm für die Medizintechnik sind neben dem Stent-Schneiden auch Herzschrittmacher- und Katheter-Laserschweißsysteme, die Fertigung von Intraokularlinsen (IOL) und Kontaktlinsen, DNA- und Blut-Sequenzierung, haptische Fräser und Bohrer, Röntgengeräte, Kernspintomografen und CAT-Scanner. Lasertechnik von Aerotech wird außerdem in der Medizintechnik auch für das Laserschweißen von Herzschrittmachern oder Defibrillatoren genutzt. „Wir bieten Medizintechnikherstellern mit unseren Bewegungssystemen und Komponenten einen Wettbewerbsvorteil im stark umkämpften Markt der Medizinproduktefertigung“, so Norbert Ludwig. Die Präzision ist dabei immer oberstes Gebot.

www.aerotechgmbh.de

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