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Reagenzbehälter werden bei Wirthwein Medical im Reinraum vollautomatisiert montiert

Montageprozess
Reagenzbehälter werden bei Wirthwein Medical im Reinraum vollautomatisiert montiert

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Die vollautomatisierte Baugruppenmontage der Reagenzbehälter für die Diagnostik findet im Reinraum statt (Bild: Wirthwein Medical)
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Mit der Kombination der Technologien Spritzguss- und Extrusionsblasfertigung sowie vollautomatisierten Montageanlagen fertigt Wirthwein Medical Komponenten für die Diagnostik- und Medizintechnikbranche. Für einen Anwender entwickelte das Unternehmen einen Prozess, der eine komplette Produktserie aus acht verschiedenen Komponenten auf einer Anlage konfektioniert.

Die Wirthwein Medical GmbH & Co. KG ist mit rund 300 Mitarbeitern am Standort in Mühltal bei Darmstadt Experte für die Montage mit automatisierten Fertigungsanlagen. Von der konventionellen, über die teil- bis hin zur vollautomatisierten Montage reicht das Angebot. Die Projektierung und Entwicklung automatisierter Fertigungsanlagen runden das Repertoire für die spezifischen Anforderungen ab. Auf insgesamt 26 vollautomatischen Montageanlagen werden Kunststoffkomponenten im Reinraum zu Baugruppen zusammengefügt und bei Bedarf individuell konfektioniert und verpackt.

Im Rahmen eines Auftrags entwickelte der Automatisierungsspezialist einen Montageprozess, der eine komplette Produktserie aus verschiedenen Komponenten auf nur einer Anlage konfektioniert. Auf der neuen Anlage werden nun Reagenzbehälter, bestehend aus Flaschen und Standböden, für die Diagnostik montiert. Durch die Produktintegration auf eine Fertigungsstraße entfallen zusätzliche Rüstzeiten.

In vier Montageschritten entsteht der Reagenzbehälter

„Eine neue Montageanlage zu planen und die Arbeitsschritte optimal zu bauen, ist eine sehr spannende Herausforderung“, sagt Tobias Heldmann, Automatisierungstechniker bei Wirthwein Medical. Etwa zwölf Monate nahm die gesamte Planung der neuen Anlage in Anspruch. Beim Blick durch die Glaswand in den Reinraum ist heute lediglich eine hochmoderne und saubere Montageanlage zu sehen. Know-how und Technik spielen sich hinter den Kulissen ab: Die Produktserie der Reagenzbehälter besteht aus acht verschiedenen Teilkomponenten und wird in vier Montageschritten gefertigt.

Insgesamt werden fünf Produktmerkmale durch eine einhundertprozentige In-Prozess-Kontrolle mit einer Auflösung im Bereich von 0,002 mm und insgesamt 35 Präzisionsmesseinheiten geprüft. Zusätzlich wird eine 100-%-Dichtheitsprüfung durchgeführt. Somit werden nicht nur über 250 Millionen Messwerte pro Jahr von jeder Kunststoffkomponente GMP-konform dokumentiert und archiviert, sondern auch eine automatisierte Auswertung der Daten in Form von Statistiken zur Verfügung gestellt.

Alle Daten direkt an der Maschine verfügbar

Die Auswertung der kompletten Ergebnisse der OEE (Overall Equipment Effectiveness), Statistiken sowie Fertigungszeiten erfolgt in Echtzeit und kann direkt an der Maschine oder über jedes Mobile Device verfolgt werden. „Die Kunst ist es, nicht Millionen von Messwerten zu erzeugen, sondern diese statistisch sinnvoll auszuwerten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wir haben dieses Ziel mit der Montageanlage erreicht“, erklärt Christoph Merhold, Ingenieur und ausgebildeter Six Sigma Greenbelt, der bei Wirthwein Medical für das Projekt verantwortlich war.

Ein weiterer Schritt im Bereich der Digitalisierung bei Wirthwein Medical ist, dass wichtige Kennzahlen und Ereignisse direkt auf dem Dashboard der Maschine visualisiert werden und jederzeit zugänglich sind. Alle Mitarbeiter, vom Produktionsleiter bis zum Anlagenführer, werden so in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) einbezogen und können ihren Input geben, um die Prozesseffizienz zu steigern. Zusätzlich ist das komplette System validiert nach GAMP 5 (Good Automated Manufacturing Practice). (su)

www.wirthwein-medical.com


Kontakt zum Hersteller:

Wirthwein Medical GmbH & Co. KG
Bahnhofstr. 80
64367 Mühltal/Nieder-Ramstadt
www.wirthwein-medical.com

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