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Kunststofftechnik: Jedes Medizinprodukt hat seine eigenen Anforderungen

Kunststofftechnik
Zielstrukturiert zum Produkt

Prototypen, Kleinserien, Millionen-Auflagen: Jedes Medizinprodukt hat seine eigenen Anforderungen in die Herstellung, Montage und Verpackung. Spang & Brands hat sich auf Dienstleistungen für die Medizintechnik- und Pharmabranche spezialisiert.

Thomas Behne Fachjournalist in Burgholzhausen

Mit Präzisions- und Reinraum-Spritzgießtechnik und Montage können auch besonders kleine und filigrane Teile geformt und Baugruppen für die Medizintechnik hergestellt und montiert werden. Sie dürfen dabei die sehr engen Toleranzen im Mikrobereich nicht überschreiten. Auch sind sie darauf ausgelegt, hohen Dauerbelastungen standzuhalten, um sowohl für als auch am und im Patienten die erforderliche Reinheit, Hygiene und Sicherheit zu garantieren. Folglich kommen spezielle Kunststoff-Compounds wie TPU, TPE, TPV, resomere Materialien oder Polylaktide zum Einsatz.
„Bei der Mehrkomponenten-Spritzgießtechnik ist unser Ansatzpunkt, mehr Komfort mit neuen Funktionen zu vereinen. Wir setzen weiter auf TPE als Alternative zu Polyisopren. Dabei sind viele Anwendungen und neue Formtechniken denkbar“, sagt Friedrich Echterdiek, Geschäftsführer der der Spang & Brands GmbH. Das Wohl der Patienten steht bei dem Friedrichsdorfer Kunststoffspezialisten stets im Vordergrund. Funktional, ergonomisch, haptisch, ästhetisch und kostenwert – dies sind die wichtigsten patientenorientierten Ansprüche. Diese müssen die Geschäftspartner bei der Verhandlung über ein neues Produkt im Auge behalten. „Kunden erwarten, angesichts der hohen Initialkosten, eine zügige Produktentwicklung, um so schnell wie möglich zur Validierung, klinischen Erprobung und Markteinführung ihres Produktes zu gelangen“, so Echterdiek.
Vom ersten, im 3D-Printverfahren hergestellten Prototyp, und dem ersten Versuchswerkzeug – gegebenenfalls mit 3D-gedruckten Inserts – führt die Analyse zur Optimierung der individuellen Bauteile, Komponenten und Baugruppen hinsichtlich „Design to Value and Design for Manufacturing and Assembly“. Dabei spielt im Bereich der Machbarkeitsstudie die Skalierbarkeit des fraglichen Produkts eine Rolle, die stufenlos von der Vorserie bis hin zu Auflagen in Millionenhöhe verlaufen muss.
Die große Spannweite unterschiedlicher kunststofftechnischer Produktlösungen für Anwendungen in der Medizintechnik – Spritzen, Kanülen, Durchstech-Membranen, Implantatteile und Komponenten für die minimal-invasive Medizin, Baugruppen für Infusions- und Blutbeutel, Überleitungs- und Anschlusssysteme – zeigt Spang & Brands während der Medtec Europe in Stuttgart. Vorgestellt werden montierte Baugruppen und verkaufsfertige Systeme mit hochpräzisen Geometrien und Eigenschaften, beispielsweise genau definierte Sollbruchstellen mit Abbrech- oder Abdrehkräften.
Montierte Baugruppen und verkaufsfertige Systeme
Im letzten Schritt werden die Komponenten und Baugruppen in Reinräumen verschiedener Klassen vollautomatisch oder auch manuell montiert und verpackt – von Vorserien oder Just-in-time hergestellten Losgrößen, von der Kleinserie bis in die Millionen-Auflagen. Validierte Fertigungsprozesse sowie strategisch positionierte Prüfstationen mit 3D-Messtechnik und optischer sowie taktiler Kontrolle unterstützen die Qualitätssicherung.
Die Konformität mit den in- und ausländischen gesetzlichen Bestimmungen für medizintechnische Produkte ist über die gesamte Wertschöpfungskette eines Produktes gewährleistet – vom Prototyp bis zur Anwendung beim Patienten. Das Unternehmen ist unter anderem nach DIN ISO 13 485 zertifiziert.
Für Unternehmen, die auf der Suche nach einem Partner sind, der die kompletten Dienstleistungen eines auf medizin- und pharmatechnische Produkte spezialisierten Vertragsherstellers bieten kann, bietet sich Spang & Brands als Partner an: „Wir sind seit über 30 Jahren auf diesen Gebieten tätig und erzielen, insbesondere durch die Vorteile unseres neuen Technologiezentrums, optimale Lösungen auf kurzen Wegen“, bringt es Geschäftsführer Echterdiek auf den Punkt. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Medical-Device-Spezialisten kann der Kunststoffspezialist mit seinem Technologiezentrum, neuer F&E-Technik und mit Hilfe seines modernen Werkzeugbaus die ganzen Bandbreite an kunststofftechnisch optimierten Produkten vorweisen. Zum Maschinenparks gehören mehr als 60 Spritzgießmaschinen – davon über 30 vollelektrische sowie einige vollelektrische Mehrkomponenten-Spritzgießmaschinen. „Wir bieten für verschiedene Anwendungen die richtigen Lösungsansätze, unterstützt durch CAD-3D-Entwicklung und Mold-Flow-Analyse“, erklärt Friedrich Echterdiek. ■
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Titelthema: Digitalisierung im Kunststoffspritzguss

Wie die Medizintechnik von der autark arbeitenden Spritzgießmaschine profitiert

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