Kunststoffverbindungen Krankenhauskeime wirksam bekämpfen - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Kunststoffverbindungen

Krankenhauskeime wirksam bekämpfen

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Die Serie Emerge 9000 CR erfüllt die Anforderungen an Beständigkeit gegen starke Desinfektions- und Reinigungsmittel, die Kunststoffoberflächen angreifen können Bild: Trinseo
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Kunststoffverbindungen | Zur Eindämmung von Krankenhausinfektionen werden immer aggressivere Desinfektionsmittel eingesetzt – mit teils erheblichen Auswirkungen auf medizinische Geräte. Chemikalienbeständige Kunststoffverbindungen schützen die Geräteoberflächen selbst bei intensiver Reinigung.

Krankenhausinfektionen bleiben weltweit ein dringendes Anliegen. Entsprechend bescheinigt das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC ) in seinem Epidemiologischen Jahresbericht 2016, dass „8 % aller Patienten, die länger als zwei Tage auf einer Intensivstation lagen, mindestens eine Infektion mit Krankenhauskeimen aufwiesen, die sie sich während der intensivmedizinischen Behandlung zugezogen hatten.“ Zahlreiche Maßnahmen sollen das Risiko eindämmen. Ein positiver Trend ist in den USA bereits erkennbar: Zwischen 2008 und 2014 gingen die Krankenhausinfektionen zurück. Ein Hauptgrund dafür sind Leitlinien der US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle, nach denen die Oberflächen von nichtkritischen medizinischen Geräten mit EPA-registrierten Desinfektionsmitteln von niedriger bis mittlerer Desinfektionsleistung zu behandeln sind.

Die Oberflächen medizinischer Geräte sind also starken Desinfektions- und Reinigungsmitteln ausgesetzt. Intensivere Reinigungsverfahren, aggressivere Chemikalien und der Trend zu praktischen Wischtüchern für die häufigere Reinigung führen immer öfter zu bleibenden Gehäuseschäden. Trotz dieser Entwicklungen hat sich bei den Materialien und der Konstruktion medizinischer Geräte bislang wenig geändert. Umso größer ist der Bedarf an Kunststoffen, die selbst aggressiven Chemikalien standhalten.

Hier habe Trinseo mit nachhaltigen Kunststofflösungen eine Vorreiterrolle übernommen, erklärt Siobhan Bastiansen, Market Manager Medical Plastics bei der Velox GmbH, Hamburg: „Die chemikalienbeständigen Harze der Reihe Emerge TM 9000 Advanced Resins verbinden richtungsweisende Eigenschaften auf einzigartige Weise mit der Strapazierfähigkeit und Ästhetik, die das medizinische Umfeld von heute erfordert.“ Als offizieller Vertriebspartner des Luxemburger Chemiekonzerns bietet Velox die Emerge TM 9000 Advanced Resins für medizinische Gehäuse in ganz Europa an.

Die Lösungen vereinen die gute Verarbeitbarkeit von Polycarbonaten (PC) mit ausgewählten Polymeren und Additiven wie ABS, PET oder Farbstoffen. So entstehen Compounds und Blends mit anwendungsspezifischen Eigenschaften. Die unterschiedlichen Typen sind eigens für Oberflächen formuliert, die regelmäßig mit einer Vielzahl von aggressiven Chemikalien in Kontakt kommen, so auch Flächendesinfektions- und Reinigungsmitteln.

Materialkombinationen für verschiedene Einsatzgebiete

Das Emerge TM PC/PET 9100CR Advanced Resin eignet sich besonders für passive Gehäuse. Seine hohe UV-Beständigkeit schützt vor Verfärbung, Glanzverlust und der Minderung wichtiger Materialeigenschaften. Die Entflammbarkeit des biokompatiblen Harzes ist als UL HB (bei 1 mm Dicke) klassifiziert. Hingegen ist Emerge TM PC/PET 9500 ein schwer entzündbarer Blend mit der UL-Klassifizierung V-1 bei 1,5 mm, V-0 bei 2,0 mm und 5 VA bei 2,5 mm – ideal für strombetriebene Geräte, die in kritischen Umgebungen eingesetzt werden.

Typische Einsatzgebiete der Advanced-Resins-Serie sind Geräte zur Patientenüberwachung, bildgebende und diagnostische Geräte, Schrankteile und Einhausungen, häusliche Medizin- und Überwachungsgeräte, Pumpen, Oxygenatoren sowie zahnmedizinische Geräte. (su)

www.velox.com

Auf der Medtec Europe: Halle 9, Stand E38


Ihr Stichwort

  • Maßnahmen gegen Krankenhausinfektionen
  • Keimfreie Geräteoberflächen
  • Gute Verarbeitkeit von Polycarbonaten, Polymeren und Additiven
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