Gesundheitsforschung

Netzwerk in Sachen Organ-on-Chip

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In einem Organ-on-a-Chip wird die kleinste physiologisch funktionelle Einheit eines Organs nachgebildet
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Gesundheitsforschung | Die European Organ-on-Chip Society will alle relevanten Interessengruppen zusammenbringen und ein Expertennetzwerk aufbauen.

Organ-on-Chip-Systeme (OoC) gehören zu den neuesten Technologien in der Gesundheitsforschung. Die Technologie hat großes Potenzial, aber sie ist auch sehr komplex und erfordert ein hohes Maß an interdisziplinärer Zusammenarbeit − vor allem zwischen Biologie, Ingenieurwissenschaft und Physik.

Um alle relevanten Interessengruppen zusammenzubringen und ein Expertennetzwerk aufzubauen, wurde daher die European Organ-on-Chip Society (Eurocs) gegründet. „Auf diese Weise bieten wir eine Plattform für den fachübergreifenden Austausch von wissenschaftlichem Wissen und zur Erörterung von Kooperationsmöglichkeiten“, sagt Janny van den Eijnden-van Raaij, Geschäftsführerin der Eurocs und Leiterin des niederländischen HDMT-Forschungsinstituts.

OoC-Systeme enthalten menschliche Zellen, Gewebe oder Mini-Organe, deren eigene Mikroumgebung sie nachahmen und dabei gleichzeitig reale Gewebefunktionen übernehmen. Fachleute trauen OoC zu, dass sie die Entwicklung von Medikamenten beschleunigen, die Untersuchung von Wirksamkeit und toxikologischen Effekten von Medikamenten erleichtern und neue Möglichkeiten für die personalisierte Medizin eröffnen werden.

„Organ-on-Chip-Systeme können den Bedarf an Tierversuchen reduzieren und diese vielleicht sogar ganz ersetzen“, sagt Vice Chair Jun.-Prof. Dr. Peter Loskill. Der Biophysiker leitet die Organ-on-Chip-Forschungsgruppe am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) in Stuttgart. Zudem ließen sich prädiktive menschliche Daten gewinnen, bevor teure und langwierige klinische Studien tatsächlich beginnen.

Ganz oben auf der Agenda der Eurocs steht die Identifizierung von Fallbeispielen, die aufzeigen, wie die Technologie bei der Entdeckung sicherer und wirksamer Medikamente einen entscheidenden Unterschied machen kann. Zu diesem Zweck werden die Entwicklung zuverlässiger Modellsysteme, offene Technologieplattformen, Standardisierungsprozesse sowie die Diskussion ethischer Aspekte gefördert.

Nach Abschluss der Gründungsphase steht die Gesellschaft nun offen für neue Mitglieder und hat eine Community-Website gestartet. Mitglieder haben exklusiven Zugang zur Austauschplattform mit Forum, Forschungsprojekten und Expertenprofilen.

www.igb.fraunhofer.de

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