Magnet-Resonanz-Tomographie: Krankheitsprozessen auf der Spur

Früh entdeckte Entzündung

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Mit neuen bildgebenden Verfahren der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) versuchen Forscher, der Entstehung von Krankheiten auf die Spur zu kommen. Sie konnten Entzündungsprozesse im Gehirn bereits im Frühstadium erkennen.

Entzündungsprozesse im Gehirn von Mäusen untersucht, die der Multiplen Sklerose (MS) des Menschen ähneln, hat eine Forschergruppe untersucht und konnte zeigen, Schädigungen des Hirns lange vor Ausbruch der Erkrankung und dem Auftreten klinischer Symptome nachzuweisen sind: mit einem hochauflösenden MRT. Beteiligt an den Arbeiten waren das Experimental and Clinical Research Center (ECRC), eine gemeinsamen Einrichtung der Charité und des Max-Delbrück-Centrums (MDC) Berlin-Buch, sowie die Ultrahigh Field Facility des MDC.

Dr. Helmar Waiczies, Prof. Thoralf Niendorf und Dr. Sonia Waiczies nutzten ein 9,4 Tesla-MRT, das speziell für die Untersuchung von Mäusen eingesetzt wird. Mit Hilfe einer Kryostatspule, die mit Helium auf rund minus 243 Grad Celsius (30 Kelvin) gekühlt wurde, konnten sie die Empfindlichkeit ihrer Messungen soweit erhöhen, dass in den MRT-Bildern eine räumliche Auflösung und Detailtreue von bis zu 35 µm in einer lebenden Maus möglich würde – bei einer Messzeit von wenigen Minuten. 35 µm entsprechen etwa der Hälfte des Durchmessers eines menschlichen Haares. Um diese Auflösung mit konventionellen Techniken zu erreichen, wären ein MRT-System mit einer Feldstärke von 20 Tesla (dieses Magnetfeld entspricht etwa dem 450 000fachen der Stärke des Erdmagnetfeldes) oder eine Messzeit von über drei Stunden notwendig. Jetzt wollen die Forscher mit dem 9,4-Tesla-MRT-Gerät prüfen, ob sich die aufgetretenen Schädigungen mit therapeutischen Mitteln zurückbilden oder die Entzündungsprozesse des Gehirns hemmen lassen. Aus diesen Forschungsarbeiten sollen mögliche Strategien für die Früherkennung und Therapie von Multipler Sklerose abgeleitet werden.
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