Tablet-Computer

App unterstützt Leberchirurgen

Prof. Dr. Karl Oldhafer richtet einen Tablet-Computer aus, um die Planungsdaten während einer Leberoperation zur Verfügung zu stellen und sichtbar zu machen Bild: Fraunhofer MEVIS/Fabian Bimmer
Anzeige
Bei einer Leber-OP ist in Hamburg eine neue App für Tablet-Computer erfolgreich getestet worden. Sie wurde am Fraunhofer MEVIS in Bremen entwickelt, um Chirurgen bei Operationen an der Leber zu unterstützen und so zu helfen, die Komplikationsrate zu senken.

Vor einer Leber-OP müssen sich Chirurgen bislang genau einprägen, wo die wichtigen Blutgefäße im Organ verlaufen und wo sich gegebenenfalls ein zu entfernender Tumor befindet. Unterstützung verspricht nun eine App für Tablet-Computer, die am Fraunhofer MEVIS in Bremen entwickelt und bei einer Leber-OP an der Asklepios-Klinik Barmbek in Hamburg erfolgreich getestet wurde. Die Leber besitzt ein verästeltes Gefäßsystem und ist schwierig zu operieren. Schneidet der Chirurg an einer ungünstigen Stelle, droht der Patient viel Blut zu verlieren. Außerdem muss ist darauf zu achten, dass ein ausreichendes Organvolumen erhalten bleibt und gut genug durchblutet wird. Die neue Tablet-App basiert auf einer etablierten MEVIS-Software zur Planung von Leberoperationen, die weltweit in Kliniken verwendet wird. Ausgehend von 3D-Röntgenbildern wird mit dieser Software für jeden Patienten rekonstruiert, wo die Gefäße verlaufen. Doch meist haben die Ärzte während des Eingriffs kaum die Möglichkeit, einen Blick auf die errechneten Bilder zu werfen. „Mit unserer neuen App lassen sich nun sämtliche Planungsdaten direkt am OP-Tisch anzeigen“, sagt MEVIS-Informatiker Alexander Köhn. Beim Eingriff in Hamburg nutzten die Mediziner ein weiteres Feature der App: Mit der integrierten Kamera des Tablets konnten sie die Leber während der OP filmen. Über das reale Bild blendeten sie die Daten der Planungs-Software – ein verästeltes Geflecht aus Gefäßsystemen, dargestellt in verschiedenen Farben. „Mit dieser Funktion können wir quasi in das Organ hineinschauen und die Tumoren sowie das Gefäßsystem sichtbar machen“, sagt Prof. Dr. Karl Oldhafer, Chefarzt der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie der Asklepios-Klinik Barmbek.

Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Titelthema: KI in der Medizin

KI_Fotolia_177090077_metamorworks.jpg

Sehen intelligente Assistenzsysteme und ihre Algorithmen tatsächlich mehr als der Arzt?

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

medicine&technology

Die englische Ausgabe finden Sie hier als PDF.

Sie erscheint 2 Mal im Jahr mit europaweiter Verbreitung.

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Aktuelles Webinar

Multiphysik-Simulation

Medizintechnik: Multiphysik-Simulation

Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Kalender

Termine für die Medizintechnik-Branche

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de