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Turnkey-Anlagen von Arburg fertigen Schutzmasken mit Filter

Corona-Projekt bei Arburg
Zusätzlicher Filter komplettiert multifunktionale Mund- und Nasenmasken

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Die komplette Mund-Nasen-Schutz von Arburg besteht aus der LSR-Maske, einem Halter sowie einem Filter. Alle MNS-Komponenten wurden auf Allroundern in Loßburg gespritzt (Bild: Arburg)
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Im Mai fiel bei Arburg der Startschuss für die Produktion der Mund- und Nasenmasken aus LSR und PP. Um das Corona-Projekt abzurunden, haben die Loßburger nun einen ergänzenden Einwegfilter konzipiert und hergestellt, der sich einfach auf die Maskenöffnung aufstecken lässt.

Seit Beginn der Pandemie ist die Arburg GmbH & Co. KG im Kampf gegen Corona aktiv. Ein Beispiel ist die multifunktionale Mund- und Nasenmaske: In nur 41 Tagen wurde sie zusammen mit Partnern eine multifunktionale Mund- und Nasenmaske entwickelt und zur Serienreife gebracht. Um sowohl den Träger der Maske als auch dessen Umfeld vor dem Coronavirus zu schützen, folgte mit der Herstellung eines ergänzenden Einwegfilters der nächste Schritt.

„Uns war wichtig, mit der Maske nicht nur ein Produkt für den Alltag zu entwickeln, sondern durch den zusätzlichen Filter auch den persönlichen Schutz in den Vordergrund zu stellen“, sagt Gerhard Böhm, Arburg-Geschäftsführer Vertrieb. Als weitere Anforderungen nannte er einen hohen Tragekomfort, die Sterilisierbarkeit und die Mehrfachverwendung im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

Starke Partner für das Corona-Projekt

Dr. Thomas Walther, Abteilungsleiter Anwendungstechnik bei Arburg ergänzt: „Das Masken-Projekt zeigt anschaulich, wie sich bei neuen Produktideen in ganz besonderen Fällen die ‚time-to-market‘ beschleunigen lässt, wenn alle Partner ihre Kompetenzen, Technologien und Ausstattungen bündeln.“ Beteiligt waren an dem Projekt die Unternehmen Sigma Engineering (LSR-Bauteil- und Werkzeugsimulation), Polar-Form (LSR-Werkzeug), Foboha und Wilhelm Weber (Thermoplast-Werkzeuge), Ewikon (Kaltkanal), Elmet (LSR-Dosieranlage), Männer und Günter (Heißkanaltechnik), Barth Mechanik (Greifer), Wacker und Borealis (Material), Karl Küfner (Konzeption Filter), Herrmann Ultraschall (Schweißtechnik) sowie Packmat (Verpackungstechnik).

Auf Allroundern entsteht die multifunktionale Maske

Die Maske selbst besteht aus einer weichen LSR-Komponente, die über Nase und Mund gestülpt wird und einem festen PP-Halter mit Ösen zur Befestigung der elastischen Bänder. Auf einem elektrischen Allrounder 570 A mit 2000 kN Schließkraft und einem 4-fach-Werkzeug wurden die LSR-Masken gespritzt und von einem Multilift V Robot-System entnommen. Der zugehörige PP-Halter entstand auf einem elektrischen Allrounder 520 E Golden Electric mit 1500 kN Schließkraft und einem 2-fach-Werkzeug. Die Spritzteile entnahm hier ein Multilift Select Robot-System.

Einwegfilter für die Maskenöffnung

Zur Infektionsvermeidung im Alltag wird die Maskenöffnung mit einer Abdeckung verschlossen, sodass die Atemluft nach unten abgeleitet wird. Um den Träger selbst und gleichzeitig dessen Umfeld vor dem Corona-Virus zu schützen, kann ein Einwegfilter auf die Öffnung gesteckt werden. Der Filter wurde zusammen mit der Karl Küfner GmbH & Co. KG entwickelt. Die Experten für die Herstellung von Filtern aus Albstadt setzen seit Jahrzehnten Arburg-Maschinen in der Spritzgießfertigung ein.

Ultraschall verschweißt Hochleistungsvlies und Filtergehäuse

Die Herstellung des Maskenfilters erläutert der Projektverantwortliche Manuel Frick, der als Arburg Sales Manager LSR die Mund- und Nasenmaske konzipiert hat: „Für die Herstellung der dünnwandigen Filtergehäuse aus PP haben wir einen Allrounder 470 H mit 1000 kN Schließkraft und 4-fach-Werkzeug eingesetzt. Da diese hybride Hochleistungsmaschine für schnelllaufende Anwendungen konzipiert ist, können wir die Teile in einer Zykluszeit von rund 5,5 Sekunden fertigen“. So sei es möglich, sehr effizient circa 2500 Gehäuse pro Stunde zu produzieren, die dann mittels Ultraschall mit einem Hochleistungsvlies zum fertigen Filter verschweißt werden.

Masken-Projekt zeigt Kompetenz im Turnkey-Sektor

Die Frage, ob Arburg künftig mit der Produktion von Masken als Spritzgießer am Markt agieren wird, verneint Gerhard Böhm ganz klar: „Mit der Herstellung der Masken möchten wir kein Geld verdienen, sondern wollten vielmehr aufzeigen, wie sich solche hochwertigen Produkte schnell entwickeln und wirtschaftlich in Serie fertigen lassen.“ Mit diesem Projekt habe Arburg sowohl seine Kompetenz im Turnkey-Sektor aufgezeigt, als auch interessante Erfahrungen sammeln können: von der Konzipierung der Maske über die Prototypenfertigung mit dem Freeformer bis hin zur Serienfertigung mit automatisierten Allroundern.

Erste Nachfragen nach Anlagen für Masken-Fertigung

„Davon können nun auch unsere Kunden umfassend profitieren. Wir haben bereits Anfragen von Unternehmen erhalten, die mit solchen Turnkey-Anlagen in die Fertigung von Mund-Nasenmasken einsteigen möchten“, freut sich der Vertriebsgeschäftsführer.

Kontakt zum Unternehmen:
Arburg GmbH + Co KG
Arthur-Hehl-Straße
72290 Loßburg
www.arburg.com

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