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Covid-19 lässt Nachfrage nach Beatmungsgeräten deutlich ansteigen

Medizintechnik in der Corona-Pandemie
Handel mit Beatmungsgeräten boomt

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Zu den weltweit stark nachgefragten Geräten für Sauerstoff- und Beatmungstherapie gehören Geräte für die invasive und nicht-invasive Beatmung wie zum Beispiel Beatmungsapparate, Atemmasken oder Beatmungsbeutel (Bild: vadim/stock.adobe.com)
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In der Corona-Pandemie ist der Handel mit Geräten für Sauerstoff- und Beatmungstherapie laut Destatis von Januar bis November 2020 deutlich gestiegen: Die Importe legten gegenüber Vorjahreszeitraum um 46,0 % zu, die Exporte sogar um 88,0 %.

Die Verbreitung der Infektionskrankheit Covid-19, die vor allem die Lungen angreift, hat zu einer gesteigerten Nachfrage nach medizinischen Geräten im Bereich Beatmungs- und Sauerstofftherapie geführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, mitteilt, stieg in Deutschland die Produktion von Apparaten und Geräten für Sauerstoff- und Beatmungstherapie in den ersten drei Quartalen 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel (33,4 %) auf 426 Millionen Stück. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erhöhte sich der Produktionswert im selben Zeitraum um rund 60 % auf 900,6 Mio. Euro. Zu den Geräten für Sauerstoff- und Beatmungstherapie gehören Geräte für die invasive und nicht-invasive Beatmung wie zum Beispiel Beatmungsapparate, Atemmasken oder Beatmungsbeutel.

Die USA sind Deutschlands Hauptlieferant

Auch im Außenhandel machte sich die gestiegene Nachfrage nach Beatmungsgeräten und ähnlichen medizinischen Apparaten bemerkbar. So stiegen die Importe von Geräten für die Sauerstoff- und Beatmungstherapie von Januar bis November 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wertmäßig um 46,0 % auf rund 567,9 Mio. Euro. Die Exporte nahmen im gleichen Zeitraum um 88,0 % zu (979,7 Mio. Euro).

Die meisten nach Deutschland eingeführten Geräte kamen im Zeitraum Januar bis November 2020 aus den Vereinigten Staaten (wertmäßiger Anteil am Gesamtimport: 21,7 %), gefolgt von der Volksrepublik China (20,6 %) und Neuseeland (13,4 %).

Die meisten Beatmungsgeräte gehen nach China

Von Januar bis November 2020 exportierte Deutschland 7,1 % (wertmäßiger Anteil am Gesamtexport) der Geräte für Sauerstoff- und Beatmungstherapie in die Volksrepublik China, gefolgt von den Vereinigten Staaten (7,0 %) und dem Vereinigten Königreich (6,7 %).

2020 produzierte Deutschland weniger Medizintechnik

Wachstumsraten wie für die inländische Produktion und den Außenhandel mit Beatmungsgeräten und ähnlichen medizinischen Apparaten lassen sich nicht für die gesamte Branche der Medizintechnik beobachten: Insgesamt wurden in diesem Bereich in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2020 Waren im Wert von 13,1 Mrd. Euro produziert. Das entsprach einem wertmäßigen Minus von 1,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Importe stiegen wertmäßig im Zeitraum Januar bis November 2020 um 2,0 %. Die Exporte gingen im gleichen Zeitraum um 2,4 % zurück.

Methodischer Hinweis der Statistik

Erfasst werden Apparate und Geräte für Ozontherapie, Sauerstofftherapie oder Aerosoltherapie, Beatmungsapparate zum Wiederbeleben und andere Apparate und Geräte für Atmungstherapie. Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Der Berichtskreis der Produktionsstatistik umfasst Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten des Produzierenden Gewerbes.

Kontakt zum Statistischen Bundesamt:
Destatis
Gustav-Stresemann-Ring 11
65189 Wiesbaden

www.destatis.de

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