Medtec Live: ZVEI weiterhin im Expertenbeirat

ZVEI beteiligt sich im Expertenbeirat der Medtec Live

Ausrichtung auf Innovationen ist das Besondere

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Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer des Fachverbands Elektromedizinische Technik im ZVEI, hat sich bereits im Expertenbeirat der MT-Connect beteiligt und wird sein Engagement auch für die Medtec Live fortsetzen Bild: ZVEI
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Im Expertenbeirat der Medtec Live wird sich Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer des Fachverbands Elektromedizinische Technik im ZVEI, dafür einsetzen, dass die Ausrichtung auf Innovation und das Zustandekommen von Entwicklungspartnerschaften umgesetzt wird. Darin sieht er einen wichtigen Faktor, mit dem sich die Messe von anderen Veranstaltungen differenzieren kann.

Dr. Birgit Oppermann
birgit.oppermann@konradin.de

Herr Bursig, wie viele Medizintechnik-Messen braucht der europäische Markt – abgesehen von der Compamed?

Es scheint auf jeden Fall Bedarf für unterschiedliche Messen zu geben, das hat die jahrelange parallele Existenz von Compamed und Medtec Europe gezeigt. Beide hatten eine unterschiedliche Ausrichtung und Zielgruppe. In Düsseldorf findet ein durch die Medica international geprägter B2B-Austausch statt. Die Medtec Europe war europäisch ausgerichtet und hatte einen Schwerpunkt bei der Technik, insbesondere der Produktionstechnik, die auf der Compamed weniger stark vertreten ist. Ob es noch Platz für eine weitere Messe gibt, werden wir jetzt ja herausfinden. Beantworten wird das aber nicht ein Verband, sondern in Summe die Aussteller und Besucher.

Welche Möglichkeiten gibt es aus Ihrer Sicht, wie sich Messen im Medtech-Markt differenzieren können?

Letztendlich ist das immer eine Frage von Zielgruppen und deren spezifischen Fragestellungen. Nachdem, was wir bisher wissen, sehe ich im Konzept der drei Messen, die in den nächsten zwölf Monaten stattfinden, Unterschiede. Die T4M wird, soweit das bisher bekannt ist, in Stuttgart weiterhin das Thema Produktionstechnik im Fokus haben. Das Ziel der Medtec Live, das wir schon für die MT-Connect definiert hatten, ist die Konzentration auf den Innovationsprozess – wobei der Medtech Summit ein wichtiges Element ist. Da geht es um Zukunftsthemen, um immer komplexere Medizinprodukte, für die eine Reihe von Technologien integriert werden müssen. Dafür brauchen Medizinproduktehersteller, wie sie bei uns organisiert sind, die Unterstützung und das Know-how kompetenter Zuliefererunternehmen, denen sie vertrauen. Diese unter den Ausstellern der Medtec Live zu finden und die technischen Möglichkeiten für neue Produkte auszuloten, ist der Sinn der Veranstaltung. Ob diese konzeptionellen Unterschiede Aussteller und Besucher auf Dauer überzeugen und den Bestand der drei Messen sichern, werden wir in den nächsten Jahren sehen.

Sie waren für den ZVEI schon bei der MT-Connect im Expertenbeirat. Was war das ausschlaggebende Kriterium für die Beteiligung?

Die starke Ausrichtung auf den Innovationsprozess. Das ist die Basis des gesamten Konzeptes, und diese Komponente muss weiterentwickelt und konsequent umgesetzt werden, auch wenn sich durch das Zusammengehen der Medtec Europe mit der MT-Connect eine neue Konstellation ergeben hat. Jedenfalls werden wir auch weiterhin im Expertenbeirat tätig sein und daran mitarbeiten, dass die Medtec Live etwas liefert, was es meines Erachtens noch bei keiner Veranstaltung in Europa gibt. Wir reden ja nicht von einer Einkaufsmesse: Es geht nicht darum, unter zehn Anbietern von Mikroelektronik den günstigsten zu finden. Medizinproduktehersteller, die ja die Besucher sein werden, suchen denjenigen, der genau ihre Anforderungen erfüllen kann. Vor diesem Hintergrund sollen sich die Aussteller gezielt präsentieren.

Wie viele Jahre, denken Sie, werden wir so eine intensive Wettbewerbssituation im Medtech-Messemarkt noch haben?

Die Aussteller werden die Entwicklung wahrscheinlich erst einmal beobachten und dabei sehr genau auf die Zahl der Besucher und die Qualität der Kontakte achten. Die Besucher werden entscheiden, bei welcher Veranstaltung sie die besten Antworten und Angebote für ihre Bedürfnisse finden. Wie lange der Prozess dauert, wird aber auch davon abhängen, wie viel Zeit die jeweiligen Veranstalter den neuen Messen geben, um sich am Markt zu bewähren und einen gewissen Reifegrad zu erreichen.

Was ist aus Ihrer Sicht der entscheidende Erfolgsfaktor für eine Messe, die in der Medizintechnik-Branche eine führende Rolle übernehmen könnte?

Wie schon gesagt, kommt es darauf an für die jeweiligen Zielgruppen die richtigen Angebote zu machen. Welche Konzepte eine wirtschaftliche Basis für eine Messe bieten, müssen die Veranstalter letztendlich am Markt erproben. Meiner Meinung nach spielt die zunehmende Komplexität der neu entwickelten Medizinprodukte eine wichtige Rolle – und die Besucher werden sich danach orientieren, wo sie auf ihre entsprechenden Fragen die besten Antworten finden.

Weitere Informationen:

Die Veranstalter der Medtec Live zu ihren Plänen
Ankündigung der T4M-Premiere in Stuttgart

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