Antibiotika-Test mit Licht

Trumpf investiert in medizinisch orientiertes Schweizer Start-Up

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Bisher sind Kulturen erforderlich, um zu sehen, welche Antibiotika gegen Keime helfen. Lichtsensoren sollen die Reaktion der Bakterien schneller offenbaren (Bild: rgpilch/stock.adobe.com)
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Multiresistente Keime (MRSA) sind ein weltweites Problem. Als Folge liegt der Markt für Antibiotika-Tests bei rund 4,1 Milliarden Euro. Die Trumpf Venture GmbH investiert nun in das Schweizer Start-Up Resistell, das ein neues lichtbasiertes Verfahren zur Erkennung passender Antibiotika entwickelt hat.

Die Trumpf Venture GmbH aus Ditzingen investiert in das Start-Up Resistell. Das Schweizer Unternehmen mit Sitz in Muttenz bei Basel hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich für schwerkranke Patienten geeignete Antibiotika erkennen lassen. Es misst mit Hilfe von winzigen Lichtsensoren die Reaktionen lebender Mikroben – wie zum Beispiel multiresistenter Keime – auf Antibiotika, ohne die Bakterien vorher künstlich und zeitaufwendig vermehren zu müssen. So lässt sich gewährleisten, dass die Patienten sehr schnell, vom ersten Tag an, die richtigen Medikamente erhalten.

„Resistell steht für eine neue Generation mikrobiologischer Diagnostik mit Hilfe der Photonik. Wir wollen diesen vielversprechenden Ansatz als strategischer Investor unterstützen und dabei helfen, das erfolgreich erprobte Verfahren auf den Markt zu bringen“ sagt Dieter Kraft, Geschäftsführer der Trumpf Venture GmbH. Die neue Methode ist bis zu hundertmal schneller als herkömmliche Verfahren. Analysten schätzen den Markt für Antibiotika-Tests weltweit auf rund 4,1 Milliarden Euro.

Passende Antibiotika gesucht

Multiresistente Keime gehören zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen der Menschheit. Ärzte müssen schwerkranke Patienten möglichst schnell mit einem funktionierenden Wirkstoff versorgen, um sie erfolgreich zu behandeln. Sie wenden deshalb häufig Breitband-Antibiotika an, die ein breites Spektrum an Bakterien außer Gefecht setzen sollen. Auf diese Weise lässt sich das Risiko verringern, dass die verabreichten Medikamente bei den Bakterien nicht wirken. Die übermäßige Verwendung dieser leistungsstarken Antibiotika kann allerdings dazu führen, dass die Keime sich an die Medikamente anpassen und sich dann nicht mehr abtöten lassen. Lässt sich dieser Trend nicht stoppen, könnten dadurch bis im Jahr 2050 jährlich bis zu 10 Mio. Menschen sterben.

Kontakt zum Unternehmen:
Trumpf GmbH + Co. KG
Johann-Maus-Str. 2
71254 Ditzingen
Telefon +49 (0)7156 303–0
www.trumpf.de

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