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Ottobock meldet Milliarden-Umsatz im Jubiläumsjahr

Ottobock meldet Milliarden-Umsatz
Rekordumsatz im Jubiläumsjahr

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Selbst Zerbrechliches lässt sich mit der künstlich intelligenten Prothesensteuerung Myo Plus greifen (Bild: Ottobock)
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Ottobock hat 2019 erstmals die Milliarden-Umsatzmarke übersprungen. Für das laufende Jahr hofft das Medizintechnikunternehmen trotz Coronavirus-Pandemie auf weiteres Wachstum.

Wachstum auch im Geschäftsjahr 2019 fortgesetzt: Der Umsatz der Ottobock SE & CO. KGaA stieg nominal um acht Prozent auf 1,003 Milliarden Euro (Vorjahr: 927 Millionen Euro) und übersprang erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro. Der bereinigte operative Gewinn vor Sondereffekten legte überproportional um zehn Prozent auf 191 Millionen Euro (Vorjahr: 174 Millionen Euro) zu. „Wir sind stolz darauf, im vergangenen Jahr – dem 100-jährigen Bestehen von Ottobock – sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis neue Rekordwerte erreicht zu haben“, so Prof. Hans Georg Näder, Ottobock-Eigentümer und Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Inhaltsverzeichnis

1. Auswirkungen des Coronavirus noch nicht absehbar
2. Wachstum bei intelligenten Prothesen
3. Hohe Nachfrage nach Leichtgewichtsrollstühlen
4. Potenzial bei Exoskeletten für die Industrie
5. Investition in Übernahmen, Standorte und F&E

Auswirkungen des Coronavirus noch nicht absehbar

Für das Geschäftsjahr 2020 hatte sich Ottobock eine erneute Erhöhung der Wachstumsdynamik vorgenommen. Die Coronavirus-Pandemie habe die Patientenversorgung in den wesentlichen Absatzmärkten ab März jedoch deutlich eingeschränkt und temporär nahezu zum Erliegen gebracht, so das Unternehmen. Die Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung seien deshalb noch nicht abschätzbar. Man rechne aber mit positiven Nachholeffekten.

Wachstum bei intelligenten Prothesen

Im Segment O&P, dem das Prothetik- und Orthetik-Komponentengeschäft sowie mit Patient Care auch die Versorgung von Patienten zugeordnet sind, hat Ottobock den Umsatz 2019 organisch um sechs Prozent auf 876 Millionen Euro gesteigert. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die zunehmende Versorgung von Patienten mit technologisch anspruchsvollen, mikroprozessorgesteuerten Prothesen – als Beispiel ist die Beinprothesenlösung Genium zu nennen oder die intuitive Steuerung Myo Plus, mit der AnwenderInnen myoelektrische Hände dank künstlicher Intelligenz und Mustererkennung flüssig bewegen können.

Hohe Nachfrage nach Leichtgewichtsrollstühlen

Im Segment Others, zu dem unter anderem das Rollstuhlgeschäft Human Mobility und der Start-up-Bereich Industrials zählen, steigerte Ottobock den Umsatz organisch um sieben Prozent auf 127 Millionen Euro. Das Rollstuhlgeschäft entwickelte sich mit einem Wachstum im zweistelligen Prozentbereich sehr positiv, insbesondere durch die erhöhte Nachfrage nach Leichtgewichtrollstühlen, Aktiv- und Sportrollstühlen sowie Elektrorollstühlen. Elektromobilität ist seit Jahren fester Bestandteil der Produktpalette.

Potenzial bei Exoskeletten für die Industrie

Mit Umsatzerlösen im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich ist der Start-up-Bereich Ottobock Industrials noch vergleichsweise klein, wächst aber exponentiell. Innovative Exoskelette für Mitarbeiter in Produktion, Logistik und Handwerk reduzieren die körperliche Beanspruchung im Schulter- oder Rückenbereich deutlich und bieten erhebliches Potenzial für die kommenden Jahre.

Investition in Übernahmen, Standorte und F&E

Das Investitionsvolumen von Ottobock belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 184 Millionen Euro – ein Anstieg um 42 Prozent. Wesentliche Gründe waren die Akquisition von Vigo, einem führenden Patient Care-Anbieter in Belgien und Polen mit einem Jahresumsatz von rund 70 Mio. Euro, sowie weitere Transaktionen zur Stärkung der Patientenversorgung in Frankreich, Italien, Schweden und in den USA. Insgesamt 100 Mio. Euro hat Ottobock in die Übernahme der Unternehmen investiert.

Darüber hinaus investierte das Unternehmen 51 Mio. Euro in Sachanlagen: Auf den Hauptsitz in Duderstadt entfielen 21 Mio. Euro, unter anderem für ein neues Logistikzentrum, ein Fräszentrum und das sogenannte iFab zur individuellen, digital gesteuerten Fertigung von Prothesen und Orthesen per 3D-Druck. Weitere 61 Mio. Euro hat Ottobock im vergangenen Geschäftsjahr für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aufgewendet.


Kontakt zum Unternehmen:

Ottobock SE & CO. KGaA
Prenzlauer Allee 242
10405 Berlin
Website: www.ottobock.de

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