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Patientenmobilisierung mit Roboter, KI und einem hochpräzisen Motor

Robotisches Assistenzsystem
KI und ein hochpräziser Motor helfen bei der Patientenmobilisierung

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Das Vemo-System erlaubt die frühzeitige Mobilisierung schwerkranker Patienten (Bild: Schön Klinik Bad Aibling Harthausen)
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Das robotische Assistenzsystem Vemo von Reactive Robotics wurde mit dem euRobotics Technology Transfer Award ausgezeichnet. Gefertigt wird die assistive Frühmobilisierung von der TQ-Group in Durach. Herzstück des System ist der ILM-Frameless-Motor von TQ.

Intelligente, assistive Robotik zur Frühmobilisierung schwerstkranker Intensivpatienten leistet seit kurzem einen wertvollen Beitrag, um Pflegekräfte bei ihrer körperlich schweren Arbeit mithilfe innovativer Technik zu entlasten und Heilungsprozesse zu unterstützen. Mit dem robotischen Assistenzsystem Vemo (Very Early Mobilization beziehungsweise Frühmobilisierung) hat Reactive Robotics ein Therapiesystem entwickelt, das die Mobilisierung von Schwerstkranken direkt in deren Betten durch eine Kombination von Gangtherapie und Aufrichtung unterstützt.

Robotiksystem hilft bei der Frühmobilisierung

Das System besteht aus einem bis zu 70 Grad vertikalisierbaren Intensivkrankenbett und Robotik, die mit KI-gestützter Software ausgestattet ist. Gefährlicher Patiententransfer oder die Umlagerung auf ein separates Therapiegerät sind somit nicht erforderlich. „Unser Ziel ist es, Schwerstkranken und beatmeten Patienten so zeitnah wie möglich Mobilisierungstherapie zu ermöglichen. Studien haben nachgewiesen, dass frühe Mobilisierung den Genesungsprozess wirksam unterstützen und beschleunigen kann,“ erläutert Dr. Alexander König, Entwickler des Vemo-Systems und Gründer der Reactive Robotics GmbH, München. „Aktuell hilft unser robotisches Assistenzsystem auch, dem Pflegekollaps durch Corona die Stirn zu bieten.“

Technik und Fertigung stammen aus dem Hause TQ

Herzstück des Vemo-Systems ist der Frameless Motor ILM (Innen-Läufer-Motor) der TQ-Group der durch Eigenschaften wie hohe Drehmomentdichte und Überlastfähigkeiten überzeugt. „Der ILM eignet sich ideal für unsere hohen therapeutischen Ansprüche: ein hochpräziser Motor, der auf kleinstem Bauraum große Mengen an Kraft bewegt und exakte Hin- und Herbewegungen – wichtig etwa bei der Beinbewegungstherapie – ohne Spielraum ermöglicht,“ erläutert König.

System besteht aus rund 1500 Einzelteilen

Und Anna Vodičková, Product Marketing Manager bei TQ-RoboDrive ergänzt: „Wir unterstützen Reactive Robotics sehr gerne bei diesem lebenswichtigen Projekt und freuen uns, dass hier nicht nur unser gehäuseloser ILM zu Einsatz kommt, sondern wir auch die komplette Fertigung des Vemo-Systems – bestehend aus rund 1500 Einzelteilen – leisten.“

Erfolgreicher Klinik-Einsatz

Entwickelt wurde das Vemo-System, das bereits in der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen erfolgreich in Einsatz ist, in Kooperation mit Prof. Sami Haddadin, dem Franka-Panda-Erfinder und Leiter des Lehrstuhls für Robotik und künstliche Intelligenz an der TU-München. „Wir setzen das Therapiebett erfolgreich bei unseren schwer erkrankten Patienten in der neurologischen Frührehabilitation ein. Schritt für Schritt helfen wir ihnen damit zurück ins Leben. Und für unsere Pflegekräfte wird die Arbeit deutlich erleichtert, weil das anstrengende Heben und Umlagern der Patienten entfällt“, sagt Anja Dieterle, Leiterin der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen.

Kontakt zur TQ-Group:
TQ-Group GmbH
Gut Delling
Mühlstr. 2
82229 Seefeld
www.tq-group.com

Kontakt zur Reactive Robotic:
Reactive Robotics GmbH
Landsbergerstr. 234
80687 München
www.reactive-robotics.com

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