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Dürr-Konzern übernimmt Hekuma

Expansion in der Medtech-Automatisierung
Dürr übernimmt nach Teamtechnik nun auch Hekuma

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Anlagen von Teamtechnik, die, wie nun Hekuma, ebenfalls zum Dürr-Konzern gehören, montieren aus kleinsten Kunststoffteilen Produkte wie Inhalatoren, Einwegspritzen oder Aids-Tests (Bild:Ralf Grömminger/Teamtechnik )
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Dürr forciert den Ausbau seines Automatisierungsgeschäfts in der Medizintechnik mit einer weiteren Akquisition: Zum 1. Juli hat der Konzern 100 % an dem deutschen Maschinenbauer Hekuma erworben.

Die Hekuma GmbH mit Sitz in Hallbergmoos bei München ist Anbieter von automatischen Systemen für die Großserienproduktion von Kunststoff-Einwegprodukten, die in Medikation, Diagnostik und Labortechnik zum Einsatz kommen. Ihr Produktspektrum ergänze sich hervorragend mit dem Medtech-Angebot des ebenfalls zu Dürr gehörenden Automatisierungsspezialisten Teamtechnik, teilte der Konzern nach der Übernahme mit. Die Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH, Freiberg, wurde im Februar 2021 ebenfalls mehrheitlich von Dürr erworben und bildet die Plattform für das angestrebte Wachstum im Medizintechniksektor.

Medtech-Kompetenzzentrum unter Teamtechnik-Dach

„Mit der Akquisition von Hekuma gehen wir den nächsten logischen Schritt, um unter dem Dach von Teamtechnik ein führendes Kompetenzzentrum für Automatisierung in der Medical-Device-Produktion aufzubauen“, sagte Dr. Jochen Weyrauch, der als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Dürr AG für das Medtech-Automatisierungsgeschäft zuständig ist. Auf Anlagen von Hekuma und Teamtechnik werden zum Beispiel Inhalatoren, Injektoren, Blutentnahmeröhrchen, Pipettenspitzen und Infusions-Sets in Stückzahlen von mehreren Millionen pro Jahr hergestellt. Der Weltmarkt für solche medizinischen Einwegprodukte wächst pro Jahr um rund 8 %. Hauptgründe dafür sind das Wachstum der Weltbevölkerung, die steigende Lebenserwartung und die zunehmende Qualität der medizinischen Versorgung.

Automatische Entnahme- und Montageprozesse

Hekuma beschäftigt rund 180 Mitarbeiter. Nach einer Restrukturierung in den Vorjahren erwartet das Unternehmen für 2021 ein positives operatives Ergebnis und sukzessive Ergebnissteigerungen in den kommenden Jahren. Anlagen von Hekuma entnehmen frisch produzierte Kunststoffteile, zum Beispiel Schalen, Fläschchen und Hülsen, und ergänzen diese in einem automatisierten Montageprozess mit weiteren Kunststoffteilen zu Produkten oder Vorprodukten. Häufig schließen sich daran weitere Montage- und Prüfschritte an, die Teamtechnik mit seinen Anlagen bedient. Daher kann Dürr durch die Kombination von Teamtechnik und Hekuma einen großen Teil der automatisierten Wertschöpfung in der Medical-Device-Produktion abdecken, heißt es. Unter dem Dach des Dürr-Konzerns könne Hekuma von Synergien profitieren, zum Beispiel in Einkauf, Vertrieb und Service. Insbesondere in den großen Märkten China und Nordamerika werde sich der Kundenzugang von Hekuma verbessern, so Dürr.

Kartellbehörde muss noch zustimmen

Der Dürr-Konzern erwirbt die Geschäftsanteile an Hekuma von der Elexis AG. Elexis ist den eigenen Angaben zufolge ein Weltmarktführer in den Bereichen Bahn- und Bandlaufregelungen, Qualitätssicherungssysteme sowie Sicherheitskomponenten für Schwerlastlogistik und gehört zum Anlagenbaukonzern SMS group. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion muss noch von der zuständigen Kartellbehörde genehmigt werden.

Kontakt zum Dürr-Konzern:
Dürr Aktiengesellschaft
Carl-Benz-Str. 34
74321 Bietigheim-Bissingen
www.durr.com

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