Startseite » Markt » Aus der Branche »

Brexit: Gegenseitiges Anerkennungs-Abkommen (MRA) für Medizinprodukte

Brexit-Verhandlungen
BVMed befürwortet gegenseitiges Anerkennungs-Abkommen zwischen EU und Großbritannien

20200914_BVMed_Brexit_AS__lazyllama.jpg
Großbritannien und die EU gehen künftig getrennte Wege: Der Brexit stellt Medizinprodukte-Hersteller, Importeure und Händler vor neue Herausforderungen (Bild: lazyllama / stock.adobe.com)
Anzeige
Zu den Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien schlägt der BVMed eine gegenseitige Anerkennung der Marktzugangsregelungen in Form eines „Mutual Recognition Agreements“ (MRA) für Medizinprodukte vor.

Gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie sei es von großer Bedeutung, die Patientenversorgung mit Medizinprodukten ohne Brüche aufrecht zu erhalten“, sagt BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Der Bundesverband Medizintechnologie sieht gute Chancen zur zügigen Verhandlung eines MRAs speziell für Medizinprodukte, weil man in diesen Bereichen bereits mit den Anforderungen an die CE-Kennzeichnung einen gemeinsamen Startpunkt hat und anders als mit anderen Zulassungssystemen keine Kompromisse verhandeln müsse. Dabei sei es für beide Seiten wichtig, doppelte Konformitätsbewertungsverfahren zu verhindern.

Zugang zu klinischen Daten und Marktüberwachungssystemen

Ebenso wichtig sei es, den Zugang zu klinischen Daten im Rahmen eines Abkommens sicherzustellen. So habe Großbritannien aktuell die transparentesten „Real Life“-Versorgungsdaten, aus denen Daten als Grundlage für „Health Technology Assessments“ (Technologiebewertungen, HTA) herangezogen werden können. Zudem fordert der BVMed die britische Seite auf, sich weiterhin an den europäischen Systemen zur „Post Market Surveillance“ (Marktüberwachung) zu beteiligen, damit die meist international tätigen Medtech-Unternehmen keine weiteren Datenbanken pflegen müssen.

Ohne Abkommen könnte Patientenversorgung leiden

Einen weiteren wichtigen Aspekt sieht der BVMed in der Vermeidung von Zöllen für Medizinprodukte: Sollte Großbritannien zu einem Drittstaat ohne Abkommen für die EU werden, würden die dann anfallenden Zölle gerade niedrigpreisige Verbrauchsprodukte wie beispielsweise Spritzen so sehr verteuern, dass ein Export nach Großbritannien unwirtschaftlich werde. Dies könnte negative Auswirkungen auf die Patientenversorgung nach dem Brexit haben.

Brexit-Webinar informiert über aktuellen Stand der Verhandlungen

Zu den Auswirkungen des britischen EU-Austritts auf die Metech-Branche bietet der BVMed für seine Mitgliedsunternehmen am 27. Oktober 2020 ein Brexit-Webinar an.

Weitere Informationen zum Webinar: www.bvmed.de

Kontakt zum Verband:
BVMed e.V.
Reinhardtstr. 29b
10117 Berlin

Anzeige
Aktuelle Ausgabe
Titelbild medizin technik 4
Ausgabe
4.2020
LESEN
ABO
Titelthema: Superkrankenhäuser in Skandinavien

Warum Skandinavien bei der Patientenversorgung auf Superkrankenhäuser setzt

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Aktuelles Webinar

Multiphysik-Simulation

Medizintechnik: Multiphysik-Simulation

Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Kalender

Termine für die Medizintechnik-Branche

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de