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Anne Spranger leitet neues wissenschaftliches Institut im BVMed

Versorgung mit Medizinprodukten
Anne Spranger baut wissenschaftliches BVMed-Institut auf

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Die Gesundheits- und Wirtschaftswissenschaftlerin Anne Spranger baut im BVMed das neue wissenschaftliche Institut auf (Bild: BVMed)
Der BVMed will sich künftig mehr der Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung sowie den Fragen der Methoden- und Nutzenbewertung von Medizinprodukten widmen. Die Leitung des dafür eingerichteten wissenschaftlichen Instituts übernimmt Anne Spranger.

Die Gesundheits- und Wirtschaftswissenschaftlerin Anne Spranger wird im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) e.V., Berlin, das neue wissenschaftliches Institut aufbauen. Spranger war zuletzt an der TU Berlin im Fachgebiet „Management im Gesundheitswesen“ unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard Busse und dem „European Observatory on Health Systems and Policies“ tätig. Ziele und Konzeption des Instituts werden erstmalig im Oktober 2022 vorgestellt. Dabei wird auch eine erste Branchenstudie unter der Federführung des Wifor-Instituts präsentiert, teilt der Verband mit.

Evidenz der Patientenversorgung mit Medizinprodukten stärken

„Wir wollen mit dem neuen BVMed-Institut die wissenschaftliche Kompetenz im Verband ausbauen und die Evidenz der Patientenversorgung mit Medizinprodukten stärken“, sagt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. „Der BVMed setzt sich außerdem für die Entwicklung einer eigenen medizinprodukte-spezifischen Methodik zur Bewertung des Nutzens und der Werte ein, die moderne Medizintechnologien schaffen. Dieses für die Medizintechnik-Branche wichtige Thema wird unser neues Institut ebenfalls vorantreiben.“

Wachsende Herausforderungen der Medizintechnik-Branche

„Die Mitgliedsunternehmen werden in den nächsten Jahren komplexe Herausforderungen nicht nur bei der Marktzulassung, sondern zunehmend auch bei der Nutzenbewertung ihrer innovativen Produkte lösen müssen“, erläutert Anne Spranger. „Die im Bereich der Nutzenbewertung anstehende Implementierung der EU-HTA-Verordnung muss auf die strukturellen Besonderheiten des Marktzulassungsverfahrens für Medizinprodukte abgestimmt werden. Hierfür möchten wir als Verband durch das neu gegründete Institut gesundheitsökonomische Erkenntnisse und Evidenz strukturiert und vorausschauend aufbereiten und einbeziehen.“

Patientensicherheit und Qualitätssicherung als Orientierungslinien

Neben einer engen Zusammenarbeit mit Mitgliedsunternehmen, Behörden und Patienten-Vertretungen ist die Zusammenarbeit mit den Akteuren der Selbstverwaltung, beispielsweise dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) von zentraler Bedeutung, so Spranger. Die Orientierungslinien für das BVMed-Institut sind die Patientensicherheit, der Ausrichtung an Nutzerbedürfnissen und die wissenschaftliche Qualitätssicherung.

Anne Spranger hält einen Master of Public Policy von der Hertie School of Governance erworben und promoviert seit 2015 an der TU Berlin. Zuvor hatte sie Internationale Volkswirtschaftslehre und Europäische Studien an der Universität Tübingen und der Higher School of Economics in Moskau studiert.

Kontakt zum BVMed:
Bundesverband Medizintechnologie e.V.
Reinhardtstr. 29 b
10117 Berlin
www.bvmed.de

Weitere Informationen zur EU-HTA-Verordnung:

Health Technology Assessment: für Medizinprodukte in der EU ab 2029

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