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Künftig komplette digitale Identitäten in Gefahr

Datenschutz: RUB-Forscher legen technische und rechtliche Studie vor
Künftig komplette digitale Identitäten in Gefahr

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Hatten es „Phisher“ bislang am ehesten auf Zugangsdaten zum Online-Banking abgesehen, so rückt zunehmend die komplette digitale Identität der Nutzer in den Fokus von Internetkriminellen. Betroffen von Angriffen sind somit auch Identitäten in sozialen Netzwerken wie Facebook oder MeinVZ, bei E-Mail-Dienstleistern, auf Handels- und Auktionsplattformen wie Amazon oder Ebay und sogar an Packstationen.

Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie, erstellt von den RUB-Wissenschaftlern Prof. Dr. Georg Borges, Prof. Dr. Jörg Schwenk und Dr. Christoph Wegener sowie von Prof. Dr. Carl-Friedrich Stuckenberg von der Universität des Saarlandes. Erstellt wurde die Studie auf Initiative des Bundesinnenministeriums und im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Es ist die erste systematische Untersuchung von Identitätsdiebstahl und -missbrauch unter technischen und rechtlichen Aspekten. „Die Angriffe werden sowohl in der technischen Ausführung als auch in den Angriffszielen professioneller. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen“, so die Autoren der Studie. Wesentliche Ergebnisse der Studie:

  • Angriffe mit dem Ziel eines Identitätsdiebstahls werden heute weit überwiegend über Schadprogramme (sogenannte „trojanische Pferde“) durchgeführt, die in der Lage sind, auch fortgeschrittene, aktualisierte technische Abwehrmaßnahmen zu umgehen.
  • Die Vorgehensweise der Täter hat sich in den letzten Jahren geändert: die Schadprogramme gelangen heute vorwiegend durch Schwachstellen im Betriebssystem oder in Softwarepaketen auf die Nutzer-PCs. 2009 wurden die meisten Systeme durch den bloßen Besuch von Internetseiten (sogenannte „drive-by-infection“) und präparierte PDF-Dokumente angegriffen.
  • Als Gegenmaßnahmen werden Standardsicherheitsmaßnahmen (Virenschutzprogramme, Firewall sowie regelmäßige Updates des Betriebssystems und der Anwendungen) vorgeschlagen. Notwendig sei zudem eine umfassende Aufklärung der Internetnutzer.
Die komplette Studie wird ab Sommer 2010 als gedruckte Version über den Springer-Verlag, Heidelberg, erhältlich sein.
Weitere Informationen Zu der Veranstaltungsreihe „Perspektiven deutscher Netzpolitik“ www.e-konsultation.de/netzpolitik
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