Kommentar

Zwei Premieren, der Markt wirkt noch unentschlossen

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Dr. Birgit Oppermann Chefredakteurin medizin&technik Bild: medizin&technik
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Seit nunmehr drei Jahren laden im ersten Halbjahr zwei Medizintechnikmessen die Aussteller und Besucher zum Austausch ein. Die Veranstalter und ihre Allianzen wechseln, im Rennen sind Stuttgart und Nürnberg als Standorte. Doch eine wirkliche Entscheidung, was nun das bessere Angebot sei, scheint es noch nicht zu geben.

Der Markt entscheidet. So lautet die Regel für Wettbewerbssituationen. Im Fall der Medizintechnik-Messen, die in den vergangenen Wochen in Stuttgart und Nürnberg Premiere hatten, stellt sich nun die Frage, wie die Entscheidung aussieht – oder genauer, ob überhaupt schon ein Urteil gefällt wurde.

Keiner hat die Nase vorn

Im Gespräch mit Ausstellern und Besuchern hatte ich nicht den Eindruck, dass eine Veranstaltung eindeutig die Nase vorn hätte. Das Bild ist differenziert, beide Konzepte und Veranstalter bekommen Lob, Vor- und Nachteile werden angesprochen. Einigkeit gab es in dem Punkt, dass in Zukunft bitte keine zwei Messen im Frühjahr stattfinden mögen. Ein öfter geäußerter Ansatz: Ob ein jährlich im Frühjahr stattfindender Medizintechnik-Messetermin denkbar wäre, bei dem Standort und Veranstalter wechseln, vielleicht sogar mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten?

Aussteller- und Besucherzahlen blieben in Summe ähnlich

Wenn man sich die Zahlen aus den vergangenen Jahren anschaut, so waren seit 2016 bis heute im ersten Halbjahr jeweils zwischen ungefähr 6000 und 8500 Interessenten unterwegs (ob nun eine Messe oder zwei Messen angeboten waren), und etwa 600 Aussteller haben sich präsentiert. Eine Ausnahme war 2017, also das erste Jahr, in dem sowohl Medtec Europe als auch MT-Connect stattfanden – damals hatten sich insgesamt knapp 800 Aussteller zur Präsentation auf den beiden Messen entschieden.
Auch wenn der Markt insgesamt bisher nicht wächst, stellt die weiter bestehende Wettbewerbssituation die Akteure in Zukunft vor die Frage, für welchen Messestandort sie sich entscheiden sollen. Was uns einige Aussteller und Besucher zur aktuellen Situation gesagt haben, lesen Sie in den jeweiligen Statements. Der Tenor ist ähnlich, eine gewisse Müdigkeit angesichts des Doppelangebots scheint sich abzuzeichnen. Das spiegelte sich auch in den Rückmeldungen derer, die ihre Meinung nicht veröffentlicht sehen wollten.

Abwechselnde Veranstaltungen wären nicht ohne Charme

Für das kommende Jahr haben beide Veranstalter schon Folgetermine angekündigt: Demnach sehen wir uns Ende März in Nürnberg zur nächsten Medtec Live und Anfang Mai in Stuttgart zur T4M 2020. Falls sich daran noch etwas ändern sollte, wäre das nicht die erste Überraschung im Medtech-Messemarkt. Aus meiner Sicht hätte, wenn schon im Markt die Vorteile beider Veranstaltungen betont werden und man keine leichten Herzens aufgeben will, die Idee mit dem abwechselnden Standort durchaus ihren Reiz.

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