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Vorbild für Jogis Jungs

RoboCup 2012
Vorbild für Jogis Jungs

Bislang unschlagbar: Der dreifache Weltmeister B-Human tritt zur Titelverteidigung in Mexiko an Bild: DFKI
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Nach drei gewonnen Vorrundenspielen hat Deutschland wieder das Fußballfieber gepackt: Fleißig werden Paninibilder gesammelt, Autos mit kleinen Fähnchen bestückt und Treffen zum gemeinsamen Daumendrücken organisiert. Als nächstes steht das EM-Viertelfinalspiel gegen das Team aus Griechenland auf dem Spielplan. Während sich die deutsche Nationalelf darauf noch vorbereitet, haben die Kicker des deutschen B-Human-Teams beim RoboCup 2012 in Mexiko-Stadt ihr Spiel gegen Griechenland bereits haushoch gewonnen. Mit 10 zu 0 Toren in 20 Minuten. So lange dauert nämlich ein Fußballspiel der humanoiden Roboter.

Die Programmierung der künstlichen Spieler erfolgt vor dem Anpfiff: Sobald die Roboter auf dem Fußballfeld stehen, sind sie völlig auf sich gestellt. Kamera und Bildverarbeitungssoftware ermöglichen das künstliche Sehen. So erkennen die Robo-Kicker nicht nur Mitspieler, Ball, Linien und Tore, sondern auch ihre eigene Position auf dem Spielfeld. Die Spieler von B-Human mit den Namen Amy, Priya, Wil Wheaton und Bernadette reagieren auf Lichtverhältnisse und Farben. Deshalb muss sich im Spiel alles deutlich voneinander unterscheiden: Das Spielfeld ist grün, die Linien sind weiß – wie im normalen Fußball auch. Das Tor leuchtet gelb, der Ball ist rot.
Die Bremer Studenten haben beim Programmieren gute Arbeit geleistet: Auch beim Auftaktspiel gegen Portugal treffen ihre vier Spieler gleich 10 Mal das gegnerische Tor. Nicht umsonst ist B-Human, dreifacher Weltmeister und vierfacher Europameister und tritt in Mexiko zur Titelverteidigung in der Standard Platform League an. Das Ziel: im Endspiel am Samstag, 23. Juni, erneut den Pokal zu holen. Und es sieht gut aus: Bislang ist B-Human unschlagbar. Alle 49 offiziellen Spiele hat das Team seit seinem Antritt in der Standard Platform League im Jahr 2009 gewonnen. Mit einem Gesamttorverhältnis von 384:12 sind die Bremer deshalb auch in Mexiko großer Favorit. B-Human ist ein studentisches Projekt im Studiengang Informatik an der Universität Bremen, das von Wissenschaftlern des Forschungsbereichs „Cyber-Physical Systems“ des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) angeboten und betreut wird. Es nimmt jährlich an RoboCup-Wettbewerben weltweit teil.
In dieser Liga wird mit einheitlicher Hardware gespielt, dem zweibeinigen Roboter NAO des französischen Unternehmens Aldebaran Robotics. 25 Teams aus 17 Ländern werden mit jeweils vier Robotern gegeneinander antreten – viele mit der neuen Version 4 des NAO.
Diese verfügen über eine höhere Rechenleistung: Sie können die Daten ihrer zwei Kameras gleichzeitig verarbeiten, wodurch sich komplexere Verhaltensmuster umsetzen lassen. Nur durch ihre kontinuierliche Fortentwicklung werden Roboter irgendwann einmal Jogis Jungs den Titel streitig machen können. Die internationale Initiative zur Förderung der Forschung in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Robotik RoboCup hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 ein Team von autonomen, humanoiden Robotern zu entwickeln, das den amtierenden menschlichen Fußballweltmeister schlagen kann. Gómez, Schweinsteiger und Co. sind dann natürlich schon längst im Ruhestand. Bis dahin gibt es aber auch für sie einiges zu tun. Für das Spiel gegen Griechenland heute Abend erwarten wir von Ihnen auf jeden Fall einen ebenso souveränen Sieg!
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