Graduiertenkolleg „Imaging New Modalities“: Sehen, was noch keiner sieht

Überprüfung im Vorbeigehen

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An der Uni Siegen wird an technischen Hilfsmitteln geforscht, die unsere Zukunft sicherer machen. Zum Beispiel an einem Verfahren, das mittels eines 3D-Modells das Gesicht einer Person erkennt, selbst wenn diese nur teilweise zu sehen ist.

Mit einem Schlüssel öffnet sich die Tür ins Büro, mit einer Chipkarte die Schranke zum Parkplatz. Wer die Berechtigung hat, kommt rein. Solche Zugangs-Kontrollen sind bekannt. Doch wie wäre es, wenn es Techniken gäbe, die eine Überprüfung auch ohne Aufwand möglich machen, einfach im Vorbeigehen, sicher und zuverlässig?

Daran arbeiten Forscher und Forscherinnen an der Uni Siegen. Geforscht wird beispielsweise an Verfahren, die mittels eines 3D-Modells das Gesicht einer Person erkennen, auch wenn diese nur teilweise zu sehen ist. Mit einer normalen Kamera werden Bilder gemacht, aus denen das 3D-Gesicht abgeleitet – und die Person erkannt wird. Das macht die Identifikation einfacher, genauer, sicherer.
„Wir haben eine große Herausforderung. Wir entwickeln Verfahren, die nicht nur in der Laborumgebung, sondern im Alltag der Zukunft funktionieren“, sagt Prof. Andreas Kolb, der Sprecher des Graduiertenkollegs „Imaging New Modalities“ ist, zu deutsch „Bildgebung und -verarbeitung neuer Modalitäten“. Das Graduiertenkolleg ist im Department Elektrotechnik und Informatik sowie im NRW-Zentrum für Sensorsystem (ZESS) angesiedelt und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Das zentrale Anwendungsgebiet ist dabei die zivile Sicherheit, das zentrale Forschungsfeld die Sensorik. So sollen hoch automatisierte technische Hilfsmittel entwickelt werden, also solche, die dabei helfen, neue Sprengstoffe zu entdecken oder verborgene Gegenstände zu erkennen – und die höchste Anforderungen an Informationssicherheit, Schutz der Privatsphäre und ethische Aspekte erfüllen. Für die Forscher ergibt sich dabei ein Zwiespalt: Schließlich können neue Technologien – wie viele Gegenstände des täglichen Lebens – grundsätzlich auch gegen den Menschen eingesetzt werden. Ein 3D-Drucker zum Beispiel ist ein innovatives Produkt, kann aber auch helfen, Gewehre und Pistolen nachzubauen. Kolb: „Es ist ein Ziel, sicherer zu leben und gleichzeitig den Lebenswert zu erhalten, also die Sicherheitstechnik in Einklang mit menschlichen Grundbedürfnissen zu bringen.“
Die Besonderheit ist, dass an der Uni Siegen Grundlagenforschung geleistet wird. „Wissen an dieser Stelle ist Macht, mit dem man in der Wirtschaft agieren kann. Deshalb ist der ethische Gesichtspunkt von enormer Bedeutung für uns“, erklärt Prof. Kolb.
Es gibt keinen kommerziellen Geldgeber, das Graduiertenkolleg ist der Öffentlichkeit verpflichtet. Die Spannung liegt in der Aufgabenstellung, Technik für die Zukunft zu entwickeln. „Der Erfindergeist ist die treibende Kraft. Etwas Neues zu entwickeln, das in der Zukunft zum Einsatz kommt“, sagt Kolb.
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