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Pink oder Grün – wenn der Schein trügt

Effekt-Lacke: Neues Messverfahren verbessert Qualitätskontrolle
Pink oder Grün – wenn der Schein trügt

Der Wiesmann Roadster MF3 mit Effekt-Lackierung „Fantasy Smaragdgrün metallic“: Je nach Blickwinkel und Lichtverhältnissen ändert sich der Farbeindruck Bild: Höpe/PTB
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Eine Zeilenkamera am neuen robotergestützten Appearance-Messplatz der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig verkürzt die Messzeit des Farbspektrums von Effekt-Lacken von mehreren Stunden oder sogar Tagen auf wenige Minuten. Sie kann ein ganzes Spektrum auf einmal erfassen.

Beim Überholen war der Wagen auf der Nebenspur noch pink, doch Sekunden später beim Blick in den Rückspiegel ist dort nur ein grünes Fahrzeug zu sehen. Wohin ist der pinkfarbene so schnell verschwunden? Effekt-Lacke, die aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedliche Farben zeigen, lösen zuweilen Verblüffung aus und verzeichnen in den letzten Jahren eine stetig wachsende Nachfrage. Da Effekt-Lacke ihre Farbe samt Helligkeit und Sättigung je nach Blickwinkel und Lichtverhältnissen ändern, ist es für die Industrie jedoch schwierig, etwa innerhalb der Produktkette vom Pigment über den Lack bis zum Automobil eine konstante Farbqualität zu garantieren. Nahezu unmöglich ist es gar, vorliegende Effekt-Lacke, deren genaue Zusammensetzung man nicht kennt, zu reproduzieren. Jeder, der einmal Lackschäden bei seinem Wagen beseitigt hat, weiß, wie schwierig es schon bei herkömmlichen Lacken ist, den richtigen Farbton zu treffen.

Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) schaffen hier nun mit einer Abwandlung des bewährten Roboter-Gonioreflektometer, dessen Absolutmessungen im Rahmen von Kalibrierungen für die Industrie genutzt werden, Abhilfe. Zwei zusätzliche Kamerasysteme sollen das Messgerät erheblich schneller und genauer machen. Ziel ist es, der Industrie eine bessere Qualitätskontrolle ihrer Farben und Lacke zu ermöglichen. Ergänzt wird die Zeilenkamera, die ein ganzes Spektrum auf einmal erfassen kann, dazu von einer Leuchtdichtekamera, welche die bisherige räumliche Auflösung um einen Faktor 1000 von 20 mm auf 20 µm verbessert und somit deutlich detailliertere Farbkoordinaten einer Probe liefert.
Weitere Informationen: Dr. Andreas Höpe Arbeitsgruppe 4.52 Reflektometrie, E-Mail: andreas.hoepe@ptb.de
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