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Passende Hülle für sensible Elektronik

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Elektronikgehäuse | Diverse Bearbeitungs-, Veredelungs- und Komplettierungsmöglichkeiten bei Gehäusen haben im Markt schon lange Einzug gehalten. Die Nachfrage nach Standardgehäusen ohne Individualisierung nimmt ab – spezifische Varianten sind gefragt. Bopla bietet hierzu verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten.

Ralf Bokämper Bopla, Bünde

Jeder Ingenieur stellt sich wohl beim Designen und Entwickeln eines Produktes irgendwann die Frage, welche Möglichkeiten er hat, sein Produkt anwendungsgerecht zu verpacken und nach seinen Vorstellungen zu individualisieren. Die Bopla Gehäuse Systeme GmbH, Bünde, stellt dafür sein Standard- und Sondergehäuse-Programm sowie ein umfangreiches Dienstleistungsangebot bereit. Auch Gehäuse für die Medizintechnik lassen sich hier nach den exakten Vorstellungen des Kunden vielfältig bearbeiten, veredeln und komplettieren.
Bevor es an das Festlegen der mechanischen Bearbeitung, der Bedruckung, der Veredelung und der anderen weiterführenden Behandlungen geht, gilt es zunächst, die richtige Verpackung für das jeweilige Produkt zu finden. Dabei gibt es einige Kriterien zu beachten, die bei der Auswahl eine wichtige Rolle spielen können. Die Außen- und Innenabmessungen sind wichtige Parameter. Vorliegen sollten die Maße der Bauteile, die man einbauen will sowie das Wissen um die Platzsituation in der bestehenden Anwendung.
Eine nicht zu vernachlässigende Überlegung – gerade in der Medizintechnik – stellen die Anforderungen an das Material dar. Eignen sich hier Kunststoffe besser als Metall? Bedarf es einer UL-Zulassung? Und muss die Verpackung beständig gegenüber bestimmten Substanzen sein? Genau zu definieren sind die Designanforderungen beispielsweise an Farben und Formen, sowie mögliche Differenzierungsmerkmale.
Ist dann erst einmal die Verpackung gewählt, stehen die Entscheidungen zu der Bearbeitung, zu der Bedruckung oder auch zu notwendigen Eingabemöglichkeiten an. Zu den möglichen mechanischen Bearbeitungen, die ein moderner Maschinenpark erlaubt, zählen Fräsen, Bohren, Senken, (Gewinde-)Schneiden, Sägen und Ultraschallschweißen. Aus Kostengründen empfiehlt es sich oft – gerade bei größeren Serien – auf eine mechanische Bearbeitung zu verzichten und besser auf ein eigenes Werkzeug umzusteigen, in das sich alle notwendigen Ausbrüche oder Gewinde direkt einarbeiten lassen.
Beschichtungen und Lackierungen sollen die Ansprüche der Anwender, was die Dekoration des Gehäuses betrifft, erfüllen. Aber auch notwendige Beschichtungen aus Gründen der EMV-Abschirmung sind in vielen Applikationen erforderlich.
Bedienung über antibakterielle Eingabeeinheiten
Durch die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten lassen sich die Gehäuse auch auf die Farbgebung im medizinischen Bereich – beispielsweise klinisches Grau oder Weiß – anpassen und mit einer antibakteriellen Eingabeeinheit versehen. Tastaturen, Schalter, Touchscreens, Kurzhubtaster und andere elektromechanische Bauteile finden ihren Einsatz heutzutage in nahezu allen Bereichen der Industrie. Sie müssen vielfältigen Anwendungen standhalten, um eine ideale Front für Eingabesysteme und -geräte zu bilden. Gerade in rauer Umgebung unter extremen Bedingungen und im Medizinbereich müssen Folientastaturen besondere Eigenschaften besitzen. Dazu zählen Unempfindlichkeit gegen Verunreinigungen, Schutz vor Spritzwasser oder eine für die Medizintechnik notwendige, antibakterielle Beschichtung.
Bei der Kupferkaschierung der Schaltfolie, wie sie Bopla anbietet, ist die Basisfolie der Folientastatur komplett mit Kupfer überzogen. Ein chemischer Ätzvorgang entfernt die Kupferschicht bis auf die benötigten Leiterbahnen. Diese Leiterbahnen versilbert man galvanisch – auf Wunsch lassen sie sich auch vergolden. Die kupferkaschierte Technik hat gravierende Qualitätsvorteile gegenüber dem klassischen Leitsilberverfahren, bei dem man die Leiterbahnen im Siebdruckverfahren auf die Basisfolie aufbringt. Von großem Vorteil ist, dass die kupferkaschierten Leiterbahnen wesentlich stabiler und zuverlässiger sind als die versilberten Leiterbahnen; zudem sind Brüche und Haarrisse sowie die Kurzschlussgefahr durch Silbermigration aufgrund der höheren Flexibilität des Kupfers nahezu ausgeschlossen.
Eine weitere und für hygienische und medizinische Umgebungen besonders geeignete Möglichkeit, ein Gehäuse mit Eingabeeinheiten auszustatten, ist die Profiline-Technik. Hierbei steht die Verbesserung der Haptik und Bedienerfreundlichkeit im Vergleich zu normalen Techniken im Vordergrund. Sind die Tasten bei der Standardtastatur in der Regel 0,3 mm hoch, lassen sich bei Profiline integrierte Acryl-Inlays zwischen Frontfolie und Schnappscheibe platzieren, wodurch nach anschließender Prägung der Frontfolie die Tasten bis zu 2 mm hoch sein können. Der Benutzer bekommt dadurch die Möglichkeit, die Tasten auch bei Verwendung von Handschuhen deutlich zu erfühlen. ■
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