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Neue Fachmesse mit Hand und Fuß

Orthopädietechnik: OrthoTec Europe zeigt Zukunftstrends
Neue Fachmesse mit Hand und Fuß

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Die Orthopädietechnik gilt als ein wichtiger Wachstumsmarkt innerhalb der Medizintechnik. Auf der neuen Fachmesse OrthoTec Europe in Zürich präsentieren rund 60 Aussteller aktuelle Produkte, die den Stand der Technik reflektieren. Begleitend finden Fachkonferenzen zum Thema statt.

In den Industrieländern sind Erkrankungen des Bewegungsapparats der Anlass für fast jeden fünften Arztbesuch. Kein Wunder, dass die Entwicklung und Herstellung von Produkten für den Orthopädiebedarf – mit einem weltweiten Jahresumsatz von rund 28 Mrd. Euro – einer der wachstumsstärksten Sektoren der verarbeitenden Industrie im Gesundheitsbereich ist. Prof. Dr. Bert Müller, unter anderem Stiftungsprofessor an der Universität Basel und einer der Schlüsselreferenten des OrthoTec-Kongresses, kennt den Markt genau: „Wir wissen, dass die Orthopädietechnik ein sehr konstantes jährliches Wachstum zwischen zehn und fünfzehn Prozent aufweist.“ Ein solches Wachstum bedeutet Bewegung in der Branche. Es werden permanent verschieden Entwicklungen vorangetrieben: auf Materialseite, im Herstellungsprozess, aber auch im Bereich der begleitenden Hilfsmittel und Verfahren wie Verpackung oder Sterilisation von Geräten.

In diesem Umfeld platziert sich mit der OrthoTec Europe eine neue Fachmesse mit Konferenz. Sie ist speziell auf die Erfordernisse im Bereich Entwicklung und Produktion der europäischen Orthopädiebranche abgestimmt und unterstützt Entwickler und Produzenten von orthopädischen Geräten.
Die Konferenzveranstaltung findet parallel zur Messe am Mittwoch, den 29., und Donnerstag, den 30. September statt. Sie ist in vier Themenblöcke aufgeteilt, die die derzeitigen Brennpunkte der Branchen widerspiegeln. Yves-Alain Ratron, Direktor Global Research von Tornier und einer der Vorsitzenden der OrthoTec-Konferenz: „Die Qualität der Referenten garantiert ein hohes Level an technischer Information über die Entwicklungen im Orthopädiebereich.“ Am Mittwochvormittag werden die Veränderungen bei Gesetzen, Zulassungen und Normen diskutiert, die viele Unternehmen betreffen. Im Bereich der europa- und weltweiten Zulassungen für medizinische Produkte gibt es permanente Veränderungen. Fachleute, die sich mit EU-Normen oder den US-Vorschriften beschäftigen, vermitteln den Konferenzbesuchern, worauf hierbei zu achten ist und zeigen mögliche Lösungsansätze auf. Dr. Daniel Bühler, Vice President bei Zimmer und Eröffnungsredner des OrthoTec-Kongresses, leitet den ersten Konferenzblock. Bühler erklärt: „Firmen müssen Prozeduren, Systeme und Organisationen entwickeln, die es ermöglichen, rasch Konformitätsnachweise zu erbringen. Denn ständige Kontrolle durch FDA Inspektoren oder Auditoren von ‚Notified Bodies’ wie TÜV oder BSi, aber auch regelmäßig wiederkehrende Meldepflichten zwingen Betriebe zu einer gesteuerten Transparenz.“ Der zweite Block, am Nachmittag, beschäftigt sich mit neuen Materialien und Oberflächen von Implantaten.
Ein wichtiger Themenbereich des Donnerstagvormittags sind Implantate, die sich in die spezielle biomechanische Umgebung des jeweiligen Patienten einpassen lassen. Dabei handelt es sich meist um ganz spezifische Einzelteile, für deren Herstellung sich unter anderem sogenannte generative Verfahren eignen. Sie erzeugen aus CAD-Daten ein schichtweise aufgebautes Implantat. Aber auch mit zerspanenden Verfahren lassen sich hochkomplexe Teile in kürzester Zeit produzieren. Generell kommt es immer mehr auf die Geschwindigkeit an, mit der sich kleine, individuelle Serien von Implantaten und Instrumenten entwickeln und fertigen lassen. Denn die Time-to-Market wirkt sich auch in der Orthopädietechnik auf die Wirtschaftlichkeit aus, was bei der Konferenz ebenfalls zur Sprache kommt.
Den Donnerstagnachmittag der OrthoTec-Konferenz leiten Referenten ein, die darüber berichten, wie moderne Technik den Operationsprozess unterstützen kann. Weitere Themen sind Reinigung, Sterilisation und Verpackung. Lösungen, wie beispielsweise das Just-in-Time-Bedrucken, fördern die Wirtschaftlichkeit und Flexibilität bei Unternehmen der Verpackungsbranche.
Neben der Konferenz ist die OrthoTec Europe von einem Ausstellerbereich geprägt, wo laut Aurore Domange, verantwortliche Eventmanagerin, rund 60 Unternehmen ihr Angebot präsentieren. Unter den Ausstellern sind Beratungsunternehmen, Werkstofflieferanten, Systemanbieter, aber auch Fertigungsdienstleister und Anbieter verschiedenster Arten von Maschinen.
Die Ohst Medizintechnik AG, Spezialist für Entwicklung und Fertigung hochpräziser Implantate sowie dazu benötigter Operationsinstrumente, ist zum Beispiel mit dem Schwerpunkt Auftragsfertigung auf der Fachmesse vertreten. Sie bildet dort unter anderem den Bereich der Raspelfertigung ab und demonstriert, dass ihre Fertigungsfachleute in der Lage sind, nahezu jede Regelgeometrie zu schleifen. Obwohl der Messestandort nicht für große und schwere Exponate ausgelegt ist, sind auch Maschinenhersteller auf der OrthoTec. Über aufschlussreiche Endprodukte demonstrieren sie, was mit ihren Maschinen möglich ist.
Peter Klingauf Fachjournalist in Augsburg
Weitere Informationen Fachmesse OrthoTec Europe Ort: Mövenpick Hotel Zürich Regensdorf Dauer: 29. bis 30. September 2010 Öffnungszeiten: 9 Uhr bis 16.30 Uhr Veranstalter: Canon Communications LLC.
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