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Mit neuem Werkstoff und 3D-Druck zu orthopädischen Sohlen

3D-Druck
Neuer Werkstoff für individuelle Einlegesohlen aus dem Drucker

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Covestro und der Orthopädie-Dienstleister Gebiom unterstützen orthopädische Schuhmacher jetzt auch bei der Herstellung individueller Einlegesohlen mittels 3D-Druck. Dabei wird das thermoplastische Polyurethan Addigy FPU 79A von Covestro eingesetzt (Bild:Gebiom )
Covestro und der Orthopädie-Dienstleister Gebiom erweitern ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet orthopädischer Schuhe. Ziel ist die Herstellung von individuellen Einlegesohlen mittels 3D-Druck.

Der Werkstoffhersteller Covestro GmbH, Leverkusen, und die in Münster ansässige Gebiom mbH wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen: Zusätzlich zur Produktion von Leisten und Probeschuhen unterstützen sie orthopädische Schuhmacher nun auch bei der Herstellung von individuellen Einlegesohlen mittels 3D-Druck. Dabei wird ein neues thermoplastisches Polyurethan (TPU) des Typs Addigy FPU 79A von Covestro in Form von Filamenten eingesetzt. Gemeinsam mit dem dänischen Drucker-Partner Create it Real bieten die Unternehmen eine neuartige und nachhaltige Lösung für die digitale Herstellung von Schuheinlagen an.

Weiche und harte Strukturen kombinieren

„Unser neuer TPU-Kunststoff und ein eigens für diese Anwendung entwickelter Drucker ermöglichen es, sehr weiche Strukturen zu drucken. Material und Drucker wurden im Zuge der Entwicklung aufeinander abgestimmt, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen“, erläutert Lukas Breuers, 3D-Druck-Experte bei Covestro. „Mithilfe der automatisierten Softwarelösung können weiche und harte Strukturen in einer Schuheinlage kombiniert werden, wodurch ein bisher kaum mögliches Individualisierungsniveau erreicht wird.“ Das TPU erfüllt auch die Anforderungen an Medizinprodukte hinsichtlich Zytotoxizität und Hautsensibilisierung gemäß den Normen DIN EN ISO 10993–5 und 10993–10.

 Abfallfreie Produktion durch 3D-Druck

Neben der Funktionalität stand bei der Entwicklung des Materials auch der ökologische Fußabdruck im Vordergrund, wie Marcel Domenghino, Geschäftsführer von Gebiom, hervorhebt: „Uns war es wichtig, dass die neue Lösung auch eine verbesserte Nachhaltigkeit ermöglicht. Aktuell fallen bei der Produktion von Einlagen auch große Mengen an Müll an. Die Einlagen selbst sind zudem nach Gebrauch Sondermüll. Mit 3D-Druck ermöglichen wir es nun unseren Kunden, abfallfrei zu produzieren, indem nur das Material verbraucht wird, was für die Einlage benötigt wird.“

Recycelbarer Werkstoff angestrebt

Covestro arbeitet zurzeit an einem recycelbaren TPU für diese Anwendung und entwickelt gemeinsam mit Gebiom und Partnern der Wertschöpfungskette Möglichkeiten, gebrauchte Einlegesohlen wieder zurückzunehmen, um sie zu recyceln. Bereits jetzt werden die Spulen wiederverwendet, auf denen das Filament aufgewickelt ist. Die Entwicklung ist Teil eines globalen strategischen Programms, mit dem sich das Unternehmen voll auf die Kreislaufwirtschaft ausrichten will. Bausteine des Programms sind innovative Recyclingtechnologien und die verstärkte Nutzung alternativer Rohstoffe wie Biomasse, CO2 und Kunstoffabfälle sowie von erneuerbarer Energie.

Covestro baut 3D-Druck aus

Covestro engagiert sich seit Jahren in der Entwicklung innovativer Materiallösungen für die additive Fertigung von Produkten und bietet unter der Marke Addigy ein vielseitiges Programm an, unter anderem für orthopädische Schuheinlagen. Erst kürzlich hat das Unternehmen mit der Übernahme des Geschäftsbereichs Resins & Functional Materials des niederländischen DSM-Konzerns auch sein Portfolio für den 3D-Druck deutlich gestärkt.

Kontakt zum Werkstoffhersteller:
Covestro AG
Kaiser-Wilhelm-Allee 60
51373 Leverkusen
www.covestro.com

 

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