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3D-Druck-Zentrum in Bayreuth soll Unternehmen unterstützen

3D-Druck
Mit 3D-Druck innovativ aus der Krise

universität bayreuth_3d_druck Forschungsstelle Campus Additive.Innovationen (CA.I)
Die additive Fertigung erlaubt die präzise Herstellung dreidimensionaler Strukturen in einem einzigen Arbeitsgang. (Bild: LUP)
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Die Universität Bayreuth gründet ein Zentrum für den 3D-Druck. Dort sollen Materialien, Technologien und Anwendungen sowie Geschäftsmodelle aus vielen Blickwinkeln interdisziplinär untersucht, entwickelt und optimiert werden.

Der 3D-Druck ist eine Zukunftstechnologie, die in allen Industriezweigen an Bedeutung gewinnt. Für die Erforschung, Weiterentwicklung und Nutzung dieser Technologie hat die Universität Bayreuth jetzt die Forschungsstelle Campus Additive.Innovationen (CA.I) gegründet.

Die interdisziplinäre Vernetzung sei in Bayern und Deutschland einzigartig, heißt es: Wissenschaftler aus fünf Fakultäten und mehr als 20 Lehrstühlen arbeiten gemeinsam an innovativen Lösungen. Zugleich kooperieren sie branchenübergeifend mit Unternehmen im regionalen Umfeld, die im CA.I eine Anlaufstelle für alle Fragen zur additiven Fertigung finden sollen.

Inhaltsverzeichnis

1. 3D-Druck fächerübergreifend betrachten und nutzen
2. Erfolgreicher Einstieg: Gesamte 3D-Druck Wertschöpfungskette betrachten
3. Systematische Vernetzung in Bayreuth soll einzigartig sein
4. Mit 3D-Druck resiliente Wertschöpfungsketten schaffen

3D-Druck fächerübergreifend betrachten und nutzen

„Die additive Fertigung wird in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft meistens durch die Brille eines Ingenieurs betrachtet“ , sagt Prof. Dr.-Ing. Frank Döpper, Inhaber des Lehrstuhls Umweltgerechte Produktionstechnik an der Universität Bayreuth. Doch nur wenn dieses Zukunftsfeld fächerübergreifend und zusammenhängend bearbeitet werde, könnten einzigartige und nachhaltige Innovationen von morgen mit und durch die additive Fertigung gelingen.

Diesen Ansatz will die Forschungsstelle Campus Additive.Innovationen vorantreiben: Materialien, Technologien und Anwendungen der additiven Fertigung sowie Geschäftsmodelle sollen aus vielen Blickwinkeln interdisziplinär untersucht, entwickelt und optimiert werden. Gesellschaftliche Technikfolgen, auch auf internationaler Ebene, sollen dabei einbezogen werden.

Erfolgreicher Einstieg: Gesamte 3D-Druck Wertschöpfungskette betrachten

Christian Bay vom Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik ergänzt: „Unsere langjährigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Industriepartnern, insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen, zeigen: Damit der Einstieg in die additive Fertigung zu einem nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg wird, ist es unabdingbar, von vornherein die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick zu nehmen – angefangen von der kundenorientierten Produktentwicklung über die Herstellungsprozesse bis zum Change Management und strategischen Management.“

Von den Natur- und Ingenieurwissenschaften über die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften bis zu Sport- und Afrikawissenschaften werden verschiedenste Fachkompetenzen und Technologien zusammengeführt. Schwerpunkte sind

  • Design,
  • Werkstoffe und Prozesse,
  • Digitalisierung sowie
  • Geschäftsmodelle und
  • Rechtsfragen.

Systematische Vernetzung in Bayreuth soll einzigartig sein

Diese systematische Vernetzung technischer und nicht-technischer Fragestellungen und Kompetenzen sei auf dem Gebiet der additiven Fertigung schon heute in Deutschland einzigartig, heißt es aus Bayreuth.

Insbesondere Unternehmen aus dem regionalen Umfeld sind eingeladen, die Potenziale und Anwendungen der additiven Fertigung in den Labors und Technika auf dem Bayreuther Campus zu erleben. Zugleich entwickelt die CA.I im Dialog mit den regionalen Kammern und der Campus-Akademie der Universität Bayreuth Angebote für die schulische, berufliche und wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung.

Mit 3D-Druck resiliente Wertschöpfungsketten schaffen

Die gute Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft zeigt sich auch während der Corona-Krise: So wurden an der Universität Bayreuth zusammen mit regionalen Industriepartnern Prototypen und Anwendungsbauteile für medizinisches Equipment entwickelt und additiv gefertigt.

„Über die aktuelle Krise hinaus haben additive Technologien grundsätzlich ein hohes Potenzial, die Krisenanfälligkeit von Unternehmen zu senken: Sie bieten zahlreiche Möglichkeiten, um Lücken in Wertschöpfungsketten kurzfristig zu schließen, die Belieferung von Kunden mit wichtigen Produkten sicherzustellen und somit die Unternehmen widerstandsfähiger für Krisensituationen zu machen“, betont Prof. Döpper.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Frank Döpper
Inhaber des Lehrstuhls Umweltgerechte Produktionstechnik
Universität Bayreuth
Tel.: +49 (0) 921 78516–100
E-Mail: frank.doepper@uni-bayreuth.de

Christian Bay
Akademischer Rat a. Z. am Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik
Universität Bayreuth
Tel.: +49 (0) 921 55–7309
E-Mail: christian.bay@uni-bayreuth.de


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