Einweg-Instrumente sicher verpackt - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Verpackung

Einweg-Instrumente sicher verpackt

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Tiefziehverpackungen | Viele Varianten an Instrumenten und OP-Zubehör muss ein Dienstleister in den Niederlanden jährlich verpacken. Seinen Maschinenpark hat er jüngst erweitert – um eine Anlage, die das Siegelwerkzeug vor Schäden schützt, auch wenn von Hand eingelegte Instrumente verrutscht sind.

Vera SebastianFachjournalistin in München

Rund 3,5 Millionen medizinische Instrumente, 150 000 Operations-Kits und zusätzlich viele so genannte Covers, also sterile Abdeckungen für OP-Geräte und OP-Instrumente, werden bei der Almed Assembling B.V. mit Sitz im niederländischen Hoogeveen pro Jahr verpackt. „Unser Schwerpunkt ist das Assemblieren und Verpacken verschiedener Medizinprodukte unter Reinraumbedingungen“, erklärt Produktionsleiter Guus Oost. 2006, nur ein Jahr nach der Gründung, wurden bereits die ersten OP-Kits mit einer Multivac-Tiefziehverpackungsmaschine vom Typ R 240 unter Reinraumbedingungen verpackt.
„Um unsere künftigen Ziele vor allem bei der Verpackung von Einweg-Instrumenten realisieren zu können, entschlossen wir uns, eine zusätzliche Tiefziehverpackungsmaschine zu kaufen und schrieben das Projekt offiziell aus“, sagt Oost. Die Anforderungen an die Taktzahl und die Fixierung unterschiedlicher Medizinprodukte in einer universalen Packung standen bei der Auswahl einer geeigneten Lösung im Vordergrund.
Es ging um die Maschine – aber auch ums Projektierungswissen
Erfüllen ließen sie sich schließlich mit einer Tiefziehverpackungsmaschine des Typs R 245, wie sie die Multivac Sepp Haggenmüller SE & Co. KG, Wolfertschwenden, anbietet. Abgesehen von der Maschine selbst spielte bei der Entscheidung der Niederländer auch die langjährige Projektierungserfahrung des Maschinenherstellers eine Rolle.
Dabei stellte Almed konkrete Anforderungen an die Leistungsfähigkeit: Die Geschwindigkeit sollte 12 Takte pro Minute erreichen. Zudem sollte eine universale Verpackung genutzt werden können, um die unterschiedlichsten Medizinprodukte zu verpacken und anschließend zu sterilisieren. Das sollte die Effizienz steigern und die Vielfalt der bis dahin verwendeten Verpackungen deutlich reduzieren. Ein wichtiger Faktor war deshalb, dass die Einweg-Instrumente innerhalb der Taktleistung fest in die Verpackung geklemmt werden können. „Bei unserer älteren Tiefziehverpackungsmaschine passierte es häufiger, dass die Produkte durch den Vorschub aus der Packung rutschten und dann im Siegelwerkzeug eingeklemmt wurden. Das führte zu Beschädigungen am Siegelwerkzeug und zu undichten Packungen“, ergänzt der Produktionsleiter.
Um dies zu verhindern, wurde die Packungsform so modifiziert, dass die Produkte korrekt eingelegt und sicher fixiert werden können. Zusätzlich überwachen Sensoren im Siegelwerkzeug die Endposition der Siegelplatte. „Sollte nun ein Produkt verrutscht sein und innerhalb des Siegelbereichs liegen, kann die Siegelplatte die Endlage nicht erreichen. Die Bewegung wird gestoppt, die Packung nicht versiegelt – und der Takt schlecht geschrieben“, erklärt Anna Schendzielorz, Projektmanagerin bei Multivac.
Die bei Almed heute eingesetzte R 245 ist eine frei konfigurierbare Tiefziehverpackungsmaschine im mittleren Leistungsbereich, die sich durch einen effizienten Folien- und Energieverbrauch auszeichnet. Sie eignet sich sowohl für Weich- als auch für Hartfolie und ist mit einem weiten Spektrum an Ausstattungsoptionen erhältlich. So können auch komplexe Packungsformen – wie bei Almed erforderlich – mit hoher Leistung produziert werden. Das offene Steuerungssystem der R 245 ermöglicht es, Handhabungsmodule zu integrieren, aber auch Qualitätsinspektions- und Etikettiersysteme. Im Fall von Almed ergänzt das Foliendirektdrucksystem MR 293 die Maschine. Es bedruckt die Oberfolie von Tiefziehpackungen mit einem individuellen Layout. Bei Almed wird sogar ein mehrteiliges Spezialetikett bedruckt und inline auf die Außenverpackung aufgebracht. Ein Teil des Etiketts lässt sich abziehen und kann dann zum Beispiel in die Patientenakte geklebt werden.
Letztlich konnten alle Anforderungen des Anwenders umgesetzt werden: Die Verpackungsmaschine erfüllt die Erwartungen, arbeitet effizient und problemlos. Auch die Sensoren, die Beschädigungen des Siegelwerkzeuges vermeiden sollen, funktionieren einwandfrei. Die Projektverantwortlichen bei Almed zeigen sich mit der Beratung, Problemlösung, Betreuung und Unterstützung durch Mitarbeiter von Multivac zufrieden – sowohl im Vorfeld als auch nach Lieferung der Maschine. Dass auch die Kunden in den Krankenhäusern mit den sterilverpackt gelieferten Produkten zufrieden sind, freut Almed-Produktionsleiter Guus Oost: „Dank der neuen Verpackung haben wir schon einen wichtigen Kunden gewinnen können.“ Aus seiner Sicht war die R 245 „eine wirklich gute Wahl“, die seinem Unternehmen „künftig interessante Möglichkeiten eröffnet“. ■
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