Neuer Branchenverband in der Schweiz Aus Fasmed und Medical Cluster wurde Swiss Medtech - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Neuer Branchenverband in der Schweiz

Aus Fasmed und Medical Cluster wurde Swiss Medtech

Vorstand und Geschäftsführung von Swiss Medtech von links: Roman Iselin, Johnson & Johnson, Harald Schatzl, Mediwar, Beat Egli, Zimmer Biomet, Peter Biedermann, Geschäftsführer, Nationalrat Urs Gasche, Co-Präsident, PD Dr. med. Rubino Mordasini, Co-Präsident, Dr. Gerhard Bauer, Straumann, Jörg Baumann, stv. Geschäftsführer, Prof. Dr. Lutz-Peter Nolte, Universität Bern und Simon Michel, Ypsomed Bild: Peter Mosimann
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Am 12. Juni haben die beiden größten Organisationen der Schweizer Medizintechnik die Fusion zu Swiss Medtech besiegelt. Geschäftsführer des neuen Branchenverbands ist Peter Biedermann.

Indem Fasmed und Medical Cluster ihre Aktivitäten zusammenführen, erhöht sich die Schlagkraft der für das Schweizer Gesundheitswesen und die Volkswirtschaft wichtigen Medtech-Branche. Der neue Verband vertritt die Interessen von rund 600 Mitgliedern, 1350 Unternehmen und 54 500 Mitarbeitenden. Er engagiert sich für eine hochwertige, sichere und zeitnahe Patientenversorgung, für den Erhalt der Wettbewerbs- sowie Innovationskraft der Branche und für die Stärkung des Heimatmarkts. Geschäftsführer des Swiss-Medtech-Verbands ist Peter Biedermann. Nationalrat Urs Gasche und Rubino Mordasini teilen sich das Präsidium im achtköpfigen Vorstand mit Vertretern aus Industrie, Medizin und Wissenschaft.

Fusion nach intensiver Vorarbeit
Seit einem Jahr bereiten sich beide Organisationen intensiv auf die Gründung von Swiss Medtech vor. Auch personell wurden die Kernbereiche verstärkt. Peter Biedermann, Geschäftsführer, und sein Stellvertreter, Jörg Baumann, General Counsel, leiten die Swiss-Medtech-Geschäftsstelle. Sie werden von Peter Studer im Fachbereich „Legal, Compliance und Reimbursement“ unterstützt. Der früher bei Swissmedic tätige Senior Expert Regulation leitet den Aufbau der MDR-/IVDR-Swiss-Implementation-Taskforce, die regelmäßig informiert und Seminare veranstaltet. So wird die Einführung der beiden neuen EU-Regulierungen für Medizinprodukte (MDR) und In-vitro-Diagnostika (IVDR) die gesamte Medizintechnik in den nächsten Jahren stark beschäftigen. Ein weiteres Schlüsselvorhaben, in dem der Verband seine Mitglieder begleitet, ist die Umsetzung des Swiss-Medtech-Kodexes. Darin definiert die Branche die Mindestanforderungen zum ethischen Geschäftsverhalten in der Zusammenarbeit mit medizinischen Fachpersonen und Einrichtungen.
Wachsender Regulierungs- und Kostendruck
Die wachsende Regulierungsflut, der steigende Kosten- und Preisdruck fordern die Medtech-Branche immer mehr. Außerdem werden die bisherigen Schweizer Standortvorteile durch das schwierige Umfeld geschmälert: Neben der Frankenschwäche sind die Verzögerungen bei der Unternehmenssteuerreform, der sich verschärfende Fachkräftemangel und die notwendigen bilateralen Verhandlungen mit der EU Wettbewerbsnachteile für die exportorientierte Industrie. Dabei ist die fristgerechte Übernahme der beiden neuen EU-Regulierungen in die Schweizer Gesetzgebung eine wichtige Voraussetzung für den weiterhin freien Warenverkehr mit Europa.
Raschen Zugang zu Innovationen sichern
Hier setzt sich Swiss Medtech für die Sicherstellung des internationalen Handels und des Forschungsaustauschs ein. Weiter im Fokus steht der Abbau nutzloser Bürokratie, um den Patienten einen zeitnahen Zugang zu Innovationen zu gewährleisten. So kann es zehn Jahre bis zur Markteinführung und weitere fünf bis zur Vergütung neuer Therapien und Produkte durch die Krankenkassen dauern. Zu diesen für die Branche und das Gesundheitsweisen relevanten Themen steht der Verband im ständigen Dialog mit Partner-Organisationen, den Behörden, Bildungsinstitutionen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Mit 20 Fachgruppen engagiert sich der Verband für einen attraktiven Schweizer Medtech-Werk-, -Forschungs- und -Bildungsplatz sowie für eine hochwertige und sichere Gesundheitsversorgung: Dazu beteiligen sich Experten aus den Mitgliedsfirmen am Auf- und Ausbau von Implantate-Registern, erarbeiten patientenfreundliche Tarifsysteme, treiben zusammen mit den Spitälern das E-Business im Einkauf voran, entwickeln spezifische Aus- und Weiterbildungen und vermitteln Best Practices, beispielsweise zu Prozessoptimierungen.
Informieren, beraten, weiterbilden und vernetzen
Swiss Medtech begleitet und berät seine Mitglieder in regulatorischen, rechtlichen und tariflichen Fragen und informiert regelmäßig über die neusten, auch wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen. Weiter stellt der Verband gezielte Bildungsangebote, exportfördernde Dienstleistungen und unterstützende Maßnahmen für das Unternehmertum bereit, veranstaltet Events und Fachtagungen wie den Swiss Medtech Day zusammen mit der Kommission für Technologie und Innovation, KTI, und baut schrittweise das nationale Medtech-Portal aus (www.swiss-medtech.ch). So wird die Branchenvernetzung weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Verbands bleiben.
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