3D-Leiterbahnen Präzise und flexible Elektronik für Medizinprodukte - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

3D-Leiterbahnen

Präzise und flexible Elektronik für Medizinprodukte

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Wie soll die Leiterbahn gestaltet sein? Das Isolam-Verfahren bietet Gestaltungsfreiheit auch im Raum, und das Ergebnis erfüllt die Anforderungen für Medizinprodukte (Bild: Union Klischee)
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3D-Leiterbahnen | Mit dem Isolam-Verfahren lassen sich elektronische Elemente herstellen, die den hohen medizintechnischen Anforderungen entsprechen.

Mandy Stephan
Union-Klischee, Berlin

Mithilfe des Isolam-Verfahrens können spezielle 3D-Leiterbahnen sowie flexibel ausgeführte Leiterbahnen gefertigt werden, die den hohen medizintechnischen Anforderungen entsprechen. Im Gegensatz zu herkömmlichen, flachen Leiterbahnen lassen sich flexible Leiterbahnen dem Bauraum dreidimensional und platzsparend anpassen. Hergestellt werden sie unter Reinraumbedingungen, auf Wunsch mit 100%-Qualitätskontrolle.

Das Verfahren Isolam wurde 2014 von der Berliner Union-Klischee GmbH entwickelt. Die Grundlage, auf der die Leiterbahnen hergestellt werden, ist das Sprühätzverfahren. Dieses ermöglicht es, Flachformteile aus Dünnblechen oder Metallfolien mit einem hohen Grad an Präzision und in nahezu jeder erdenklichen Form zu fertigen.

Beim Sprühätzen werden die Dünnbleche oder Metallfolien mit einer lichtempfindlichen Schicht versehen, auf die das gewünschte Motiv aufbelichtet wird. Während die belichteten Partien aushärten, bleiben die unbelichteten Partien wasserlöslich und werden ausgewaschen. Beim anschließenden Ätzvorgang wird der unbelichtete Teil ganz weggeätzt oder angeätzt (vertieft), während der belichtete Teil stehen bleibt. Anätzungen eignen sich beispielsweise für Sollbruchstellen, Biegekanten oder Kennzeichnungen an Werkstücken.

Die Ätztechnik lässt sich anwenden bei Neusilber, Edelstahl, Messing, Kupfer und Bronze in den Stärken von 0,02 bis 1,0 mm. Die Fertigungstoleranzen liegen je nach Materialart und Blechstärke zwischen ± 0,03 und ± 0,2 mm. Das Standardbogenformat beträgt 300 mm x 400 mm. Weitere Formate sind auf Anfrage möglich.

Ätztechnik für Blenden, Leiterbahnen oder Messgitter

Auf diese Weise lassen sich Produkte wie Leiterbahnen, Geräteteile, Masse- und Abschirmbleche, Blenden, Codierscheiben, Messgitter und SMD-Schablonen herstellen, aber auch Modellbauteile, Werbeträger und Designprodukte. Auf Wunsch können die geätzten Produkte weiterverarbeitet oder veredelt werden, beispielsweise durch Biegen, Lackieren, Bedrucken, Prägen oder Vergolden.

Im Gegensatz zu anderen Verfahren wie der Stanz- oder Lasertechnik ermöglicht die Ätztechnik einen besonders präzisen Werkstoffabtrag ohne äußere Krafteinwirkung. Hierdurch werden Verformungen oder Gratbildungen an den Werkstückkanten vermieden, die bei anderen Verfahren auftreten können. Darüber hinaus hat sich das Sprühätzverfahren als kostengünstige Alternative erwiesen, da hohe Anschaffungskosten für Stanzwerkzeuge oder Anlagen entfallen. Stattdessen werden relativ preiswerte Fotomasken eingesetzt, die sich mithilfe moderner, fototechnischer Verfahren in kurzer Zeit herstellen lassen.

Die computergestützte Filmherstellung mittels CAD/DTP erlaubt sowohl die Produktion von Nullserien (Testbögen) und Serien kleiner bis mittlerer Stückzahl als auch die wirtschaftliche Produktion großer Stückzahlen. Die kurze Zeitspanne zwischen dem Erstellen eines Entwurfs und dem Herstellen der Formätzteile selbst bietet weitere Vorteile.


Weitere Informationen

Das Unternehmen Union-Klischee wurde 1971 gegründet. Das
Sprühätzen wird bereits seit über
45 Jahren als industrielles Produktionsverfahren im Unternehmen eingesetzt.

www.union-klischee.de

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