Gasfedern Leichter Wechsel zwischen Sitzen und Stehen - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Gasfedern

Leichter Wechsel zwischen Sitzen und Stehen

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Gasfedern | Kundenspezifisch angepasste Gasfedern erlauben die komfortable Verstellung unter anderem für Rollstühle, Therapie- und Transportliegen, Krankenbetten oder mobile Diagnosegeräte. Unterschiedliche Blockier-Charakteristiken sorgen für individuelle Anwendungsmöglichkeiten.
Inge LubikSuspa, Altdorf bei Nürnberg
Stehrollstühle steigern die Lebensqualität und Unabhängigkeit der Benutzer immens. Sie sind eine große Hilfe im täglichen Leben, bei der Arbeit und in der Schule. Über die aufrechte Position gelangt der Rollstuhlfahrer selbstständig an höher gelegene Dinge und kann Tätigkeiten ausführen, die im Sitzen nicht möglich sind.
Die Stehrollstühle des Schweizer Herstellers Levo werden seit über 40 Jahren gezielt an die Bedürfnisse für alle Arten von körperlichen Behinderungen adaptiert. Für die individuell gefertigten Rollstühle setzt das Unternehmen im Bereich Kinematik auf die anwendungsspezifisch angepassten Gasfedern der Suspa GmbH. „Die Kraftunterstützung ist bei der Auslegung einer der wichtigsten Aspekte, damit der Nutzer leicht zwischen stehender und sitzender Position wechseln kann“, erklärt Stefan Richter, Anwendungstechniker bei Suspa. Die Individualität eines Rollstuhls – für Kinder wie für Erwachsene – ist beispielsweise abhängig vom Körpergewicht des Nutzers. Das Unternehmen aus Altdorf bei Nürnberg bietet hierfür Gasfedern mit unterschiedlichen Kräften zwischen 250 und 750 N für Personen mit 30 bis 110 kg Gewicht.
Wählbar sind zudem unterschiedliche Blockier-Charakteristiken. Für den Einsatz in Stehrollstuhl-Varianten mit integrierter elektrischer Stehfunktion per Knopfdruck werden nicht blockierbare Gasfedern verwendet. Sie unterstützen den Motor dabei, das Körpergewicht des Rollstuhlfahrers beim Heben und Senken abzufangen. Dadurch ist es möglich, einen kompakten Motor zu nutzen, der nur wenig Bauraum benötigt. In Rollstühlen, in denen die Aufstehhilfe mechanisch über Druckausübung an den Armlehnen ausgelöst wird, sind blockierbare Gasfedern mit leichter Dämpfung integriert. Diese ermöglichen über Arretierung die sanfte Auf- und Abwärtsbewegung in mehreren Stufen. „Geschwindigkeiten, Dämpfungen und Haltekräfte sind je nach Anforderung immer unterschiedlich und werden entsprechend bei den Gasfedern werksseitig angepasst“, so Stefan Richter.
Problemlose Rückkehr in eine sitzende Haltung
Speziell bei Rollstühlen geht es darum, die Kraftunterstützung so weit zu maximieren, dass der Nutzer mit wenig körperlicher Anstrengung aufstehen kann. Das bedeutet auch, die Progression der Gasfeder beim Einfahren der Kolbenstange so einzustellen, dass der Nutzer allein mit seinem Körpergewicht mühelos wieder in sitzende Haltung zurückgelangt.
Die Gasfedern von Suspa sind in Rollstühlen nicht nur für die Möglichkeit der Aufstehhilfe verbaut, sondern können auch für die Fahrwerksdämpfung, Rückenlehnenverstellung oder Sitzneigungsverstellung eingesetzt werden. „Mit Levo arbeiten wir seit Jahren immer wieder an neuen Facelifts und Materialien, damit die Bedienung der Rollstühle immer leichter wird“, ergänzt Stefan Richter. Die Medizinindustrie nutzt die Gasfedern, Dämpfer und Verstellsysteme nicht nur in Rollstühlen, sondern auch in Krankenhausbetten, Beistelltischen oder in Behandlungsliegen.
Für stufenlos neigbare und höhenverstellbare Therapie- und Transportliegen, Kranken- und Pflegebetten und mobile Diagnosegeräte erhöhen beispielsweise die blockierbaren Gasfedern der Produktlinie Varilock die Sicherheit und den Komfort bei der Verstellung dieser Elemente.
Der Aufbau der Varilock-Gasfedern ist über die Produktlinie hinweg gleich. Die Gasfedern bestehen aus einem Druckrohr mit Kolbenstange inklusive Kolben, dessen Ventil über einen Auslösestift betätigt wird. Bei geschlossenem Ventil arretiert die Gasfeder in der gewünschten Position und löst je nach Druckmedium eine elastische oder starre Blockierung aus.
Hinsichtlich der Baugröße bietet Suspa einen Rohrdurchmesser von 22 mm oder
28 mm. Der Kolbenstangendurchmesser beträgt dabei 10 mm. Die minimale Einbaulänge ist abhängig vom Hub, der zwischen 10 und 450 mm betragen kann.
Die Feinheiten der Konstruktion zeigen sich im Detail: Durch die feinmechanische Ventilkonstruktion können viele Sonderfunktionen realisiert werden. Damit sich die Gasfedern in jede Anwendung integrieren lassen, wählt der Anwender zwischen verschiedenen Blockier-Charakteristiken und Auslösesystemen wie Hebel, Druckknöpfen oder Bowdenzügen, wenn die Gasfeder schwer erreichbar ist. Auch bei den Anschlusselementen sind Gelenkaugen und Gabelköpfe für hohe Anforderungen an die Festigkeit oder geringer belastete Anwendungen wählbar. ■
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