Künstliches Herzmuskelgewebe Helfendes Herzpflaster - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Künstliches Herzmuskelgewebe

Helfendes Herzpflaster

Aus Stammzellen sollen nach einem speziellen Verfahren künstliches Herzmuskelgewebe entstehen, mit dem Mediziner Herzmuskelschwäche behandeln wollen (Bild: fotolia.com / fotoliaxrender)
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Die Repairon GmbH, eine Ausgründung aus der Universitätsmedizin Göttingen, erhält eine Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzgewebe aus Stammzellen. Erstes Projekt ist ein Herzpflaster für die Anwendung bei Herzmuskelschwäche.

Die Repairon GmbH entwickelt künstliche Gewebe aus Stammzellen für die Reparatur defekter Organe. Dabei nutzt das Unternehmen neue Verfahren der Gewebeherstellung aus der Arbeitsgruppe von Prof. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Als erstes therapeutisches Produkt sollen so genannte Engineered Heart Muscle (EHM) als Herzpflaster für die Anwendung bei Herzmuskelschwäche hergestellt werden.

Herzmuskelschwäche begrenzt Lebenserwartung
Die Herzmuskelschwäche betrifft weltweit 23 Mio. Patienten, davon etwa 2 Mio. in Deutschland. Zugrundeliegend ist ein Verlust an Herzmuskelgewebe zum Beispiel nach Herzinfarkt. Die Lebensqualität und die Lebenserwartung sind bei vielen Patienten mit Herzmuskelschwäche trotz optimaler Versorgung dramatisch eingeschränkt. Die Herztransplantation bleibt in fortgeschrittenen Stadien die einzige wiederherstellende Behandlungsmaßnahme, steht aber pro Jahr weltweit weniger als 5000 Patienten zur Verfügung.
Zell-basierte Arzneimittel sind das Ziel
Die Repairon GmbH wird gemeinsam mit Sartorius den Zellkultur-Prozess der Herzpflasterherstellung für die personalisierte Anwendung bei der Volkskrankheit Herzmuskelschwäche optimieren. Prof. Wolfram-Hubertus Zimmermann betont: „Wir wollen am Standort Göttingen gemeinsam mit unseren Partnern hoch innovative Zell-basierte Arzneimittel für die Wiederherstellung der Pumpkraft des kranken Herzens entwickeln“. Prof. Gerd Hasenfuß, Vorstandsmitglied des Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und Vorsitzender des Herzzentrums Göttingen der UMG sagt: „Die erfolgreiche Einführung Zell-basierter Behandlungsmethoden für den Wiederaufbau von Herzmuskelgewebe wäre ein Durchbruch für die Herzmedizin“.
Neben dem strategischen Partner Sartorius konnte die Repairon GmbH mit der S Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG (Sparkasse Göttingen) und der 3LC Venture GmbH & Co. KG weitere lokale Investoren für das Projekt gewinnen.
https://dzhk.de
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