Fachschaften Im Netzwerk mit Studierenden - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Fachschaften

Im Netzwerk mit Studierenden

Dominic Hillerkuss ist Vorstandsvorsitzender der Komet. Er studiert Medizintechnik in Tübingen und Stuttgart, will 2018 sein Masterstudium abschließen und hat sich seit Beginn seines Studiums in der Fachschaft engagiert Bild: Hillerkuss
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Hochschule | Die Konferenz der Medizintechnikfachschaften – Komet – will 2017 zwei Datenbanken starten. Eine davon soll die Suche nach Unternehmen aus der Branche erleichtern. Dominic Hillerkuss stellt Organisation und Projekte vor.

Herr Hillerkuss, welche Aufgaben hat eine Fachschaft an ihrer Hochschule und was tut die Dachorganisation Komet?
Eine Fachschaft ist ein Gremium, in dem sich gewählte oder freiwillige Vertreter der Studierenden engagieren. Das Ziel ist, den Studiengang weiterzuentwickeln und zu optimieren, im Studierendenparlament die Geschicke der Hochschule mit zu beeinflussen und die Studierenden zu unterstützen – mit Informationen, Beratungen oder Veranstaltungen. Auch wenn die vielen Studiengänge im Bereich Medizintechnik unterschiedlich gestaltet sind, bleiben diese Ziele die gleichen. Mit der Dachorganisation Komet wollen wir einen Überblick über das Geschehen an den verschiedenen Unis bieten, aber auch ein Sprachrohr schaffen, um die Position der Medizintechnik-Community zu vertreten. So könnten erfolgreiche Vorgehensweisen zum Beispiel von einer Hochschule auf die andere übertragen werden – oder auch Feedback aus der Industrie weitergegeben werden.
Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?
Die Komet ist noch ein junger Verein. Daher wollen wir zunächst unsere Strukturen aufbauen und dafür sorgen, dass wir mit unseren Zielen überhaupt wahrgenommen werden. Das betrifft die Studierenden, die Hochschulen und die Industrie gleichermaßen. Bisher treffen wir uns jährlich, um uns auszutauschen und neue Projekte anzustoßen. So arbeiten wir derzeit an zwei Datenbanken. Die erste soll den Studierenden Informationen zu Wechselmöglichkeiten im Masterstudium bieten. Da die Studiengänge unterschiedliche Schwerpunkte haben, ist dieser Schritt manchmal heikel. Eine Übersicht über die Angebote und Erfahrungsberichte sollen hier helfen. Das zweite Projekt ist eine übergreifende Datenbank, in der Studierende Unternehmen für ein Praktikum oder den Berufseinstieg finden.
Was würden Sie hier anders machen als bei bisherigen Angeboten?
Wir haben einige solcher Datenbanken verglichen und wollen die Suchmöglichkeiten für die Studierenden optimieren, so dass der Suchende seine Interessen eingibt und dann geeignete Profile vorgeschlagen bekommt. Das Spektrum an Unternehmen ist ja in der Medizintechnik sehr breit. Die Konzerne sind natürlich bekannt, aber gerade in kleineren Unternehmen bekommt man im Praktikum einen vollständigeren Eindruck über den gesamten Prozess – daher sind solche Praktika beliebt, aber schwieriger zu finden.
Wie können Unternehmen einen Eintrag in der Datenbank bekommen?
Wir werden ein Template vorbereiten und zunächst die Unternehmen, mit denen wir schon zu tun haben, im Laufe des kommenden Jahres anschreiben. So sollte eine Basis für die Datenbank entstehen. Wenn Interesse besteht, Content zu einem Unternehmen beizusteuern, freuen wir uns aber auch schon vorab über eine Kontaktaufnahme.
Wie finanzieren sich der Verein und seine Projekte?
Wir bekommen für die jährlichen Treffen der Komet finanzielle Unterstützung vom Bundesforschungsministerium und haben Sponsoren aus der Medizintechnik-Branche. Ab 2017 ist der Verein auch als gemeinnützig anerkannt. Wir hoffen, dass die Datenbank sowie weitere Projekte mit Sponsoring finanziert werden können – ob Kosten für einen einzelnen Eintrag entstehen, können wir heute noch nicht sagen.
Was wünschen Sie sich für die Zusammenarbeit von Studierenden, der jeweiligen Hochschule und der Industrie?
Initiative von den Studierenden, Neugierde, Mut und Anregungen von den Hochschulen und der Industrie. Eine enge unkomplizierte Verbindung zwischen allen Seiten würde die Zusammenarbeit sicher am effizientesten machen.
Welche Art von Hilfe bekommen Sie von der Industrie?
Wir haben bisher Sponsoren, die unsere Website und die Veranstaltungen finanziell unterstützen. Das ließe sich sicher noch erweitern: Auch Beratung ist uns willkommen oder materielle Unterstützung für unsere Treffen. Diese könnten zum Beispiel auch in Kooperation mit einem Unternehmen stattfinden.
Was bieten Sie den Unternehmen?
Wir können zwischen der Industrie und den Studierenden vermitteln und wollen ein Netzwerk aufbauen, von dem mittelfristig alle profitieren.
Mehr Zusammenarbeit mit Ingenieurwissenschaften und Medizin ist erwünscht. Was erhoffen Sie sich davon?
Die Fachschaften im Bereich Medizin sind mit ihrer Dachorganisation BVMD sehr gut aufgestellt, können sich Gehör verschaffen und den Studierenden einen vorbildlichen Service liefern. Das sehe ich als gutes Beispiel für unsere Arbeit. Der Kontakt zu den Ingenieurwissenschaften ist uns aber auch wichtig, denn im technischen Bereich liegt der Schwerpunkt vieler Master-Studiengänge.
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